Jazzfrühschoppen am Bauernhaus Wippekühl

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Die Band „Bäng Bäng“ mit (von links) Guntram Freytag, Dietrich Geese, Thomas Wurth, und Toeppel Butera spielte am Sonntag beim Jazzfrühschoppen vor dem Bauernhaus Wippekühl.

Schalksmühle - Gegen aufziehende Wolken spielte die Marchingband „Bäng Bäng“ am Sonntagvormittag am Bauernhaus Wippekühl erfolgreich mit spritziger Gute-Laune-Musik, Schwung und Elan an.

Im Freien, bei einem kühlen Getränk und Ausblick auf die Landschaft, genossen die Besucher einen unbeschwert heiteren Auftakt der Konzertsaison im und am 400 Jahre alten Bauernhaus. Eine große Fangemeinde fand sich zum Jazzfrühschoppen mit den vier Musikern, die bestens aufgelegt waren und Spielfreude pur versprühten, ein. Alle waren froh, dass die dunklen Wolken, die die Sonne mehr und beiseite schoben, weiter zogen und das Konzert im Trockenen über die Bühne ging.

In der Besetzung Thomas Wurth (Trompete, Posaune und Gesang), Guntram Freytag (Saxophon und Klarinette), Toeppel Butera (Banjo) und Dietrich Geese (Sousaphon) spielte die Marchingband auf. Im Gepäck hatte das Quartett einen bunten, fröhlichen Mix aus Dixieland, Rock, Latin, Swing und Filmmusik.

Das Publikum geht begeistert mit

Bei vielen Titeln holte sich „Bäng Bäng“ das Publikum, das begeistert mitging, als großen Chor mit ins Boot. Mitsingen? Da ließ sich keiner lange bitten. So heiter das Programm ansonsten auch war, ein Song durfte nicht fehlen: Louis Armstrongs „What a wonderful world“, Loblied auf die Schönheit der Natur, die kleinen Momente des Glücks in unruhiger Zeit (Vietnamkrieg und Bürgerrechtsbewegung) und nicht zuletzt „der“ Paradesong von Thomas Wurth. Mit markanter, unverwechselbarer Reibeisenstimme erinnerte der Wipperfürther an einen der ganz Großen des Jazz und seine zeitlos gültige Botschaft.

Viele Musikfreunde waren am Sonntagvormittag zum Bauernhaus Wippekühl gekommen und genossen das Konzert der Marchingband.

„Uns geht’s gut, wir bewahren kaltes Blut“, witzelten die vier Könner augenzwinkernd. Angetreten, ihren Zuhörern die Fröhlichkeit der Dixielandmusik näherzubringen, versammelten sie viele Songs, in denen das Glück im Mittelpunkt stand, in ihrem Programm. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, hieß es da mit Balu, dem liebenswerten Bären aus dem „Dschungelbuch“. Sein tierischer Gegenspieler König Louie ließ bei „Ich bin der König der Affen“ keinen Zweifel, wer der Herrscher im Affenstall ist.

Thomas Wurth als Entertainer

 Als Entertainer, der das Publikum charmant um den kleinen Finger zu wickeln wusste, war Thomas Wurth in seinem Element. Mal zu den Comedian Harmonists („Hallo kleines Fräulein“), mal zu Bobby McFerrin („Don’t worry, be happy“) ging die Reise durch die Sparten. An Roger Cicero erinnerte der Sinatra-Song „Fly me to the moon“, auf Deutsch gesungen. Swing lebte „Bei mir bist du schön“, in den 30er-Jahren von den Andrew Sisters interpretiert, auf.

Spieltechnisch war die Truppe, die in der Stammbesetzung Wurth, Butera und Geese mittlerweile seit zehn Jahren in Sachen Dixieland durch die Lande tourt, top. Bei fantasievollen, kreativen Instrumentalsoli zeigten alle vier Musiker ihre Klasse. Sogar Dietrich Geese, der Mann mit dem Sousaphon, begnügte sich nicht ausschließlich mit der Begleitstimme, sondern bewies als Melodiespieler erstaunliche Fingerfertigkeit und bemerkenswerte Beherrschung seines „schwergewichtigen“ Instruments.

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