Gemeinde St. Thomas Morus feiert 60. Kirchweihtag mit Messe und Empfang

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Die Feier zum 60. Kirchweihtag der St.-Thomas-Morus-Kirche begann am Sonntag mit einer Messe in dem Gotteshaus. Geweiht wurde die Kirche am 16. September 1956.

Schalksmühle - Festlich und fröhlich, mit Blick zurück und Blick nach vorn, feierte die katholische Kirchengemeinde am Sonntag den 60. Weihetag der Kirche St. Thomas Morus. Mit einer Festmesse und anschließender Feier im Gemeindehaus würdigte die Gemeinde den besonderen Tag.

Die Weihung der Kirche am 16. September 1956 durch den damaligen Weihbischof im Erzbistum Paderborn, Dr. Franz Hengsbach, machte Pfarrer Claus Optenhöfel von der Pfarrei Christus König bei der Festmesse zum Ausgangspunkt seiner Ausführungen. Vorher sei die Gemeinde eher notdürftig untergebracht gewesen. Gemeindemitgliedern, die bei der Weihung dabei waren, galt ein besonderer Gruß.

In erster Linie den Menschen habe der Segen vor 60 Jahren gegolten. „Kirche besteht aus Menschen. Sie sind das Eigentliche, um das es geht.“ Gott sei immer der, „der live in unserem Leben dabei sein möchte“, ergänzte Pastor Armin Rogge. „Freuen wir uns miteinander, dass es diesen Ort gibt, dass wir seit 60 Jahren einen Tisch haben, an dem wir uns versammeln.“

Wie die Kirche feierte auch der Chor der Gemeinde sein 60-jähriges Bestehen.

Mit festlichen Weisen wie Händels berühmtem „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ trug der Kirchenchor unter Leitung von Karl-Heinz Piepenbreier maßgeblich zum festlichen Charakter der Messe bei. Wie die Kirche feierte der Chor, der mit Stimmgewalt und Ausdruckskraft erfreute, sein 60-jähriges Bestehen. Einmal mehr entfaltete Händels klangmächtiger Chor seine überwältigende Wirkung.

Amüsant lockerte ein „sympathischer Begleiter durch die Messfeier“ aus dem Off (Stephan Rüth) die Messe auf. Letztlich genervt zeigten sich Gemeindereferentin Sandra Schnell und Monika Schriever im dazugehörigen Anspiel von der ebenso verlockenden wie verwirrenden Möglichkeit, eine Messe bequem vom Frühstückstisch aus zu verfolgen – und eilten zum Gemeinschaftsgottesdienst. Gemeinsam mit Monika Rüth (Flöte) bildeten die beiden Gitarristinnen ein Instrumentalensemble, das die Messfeier begleitete.

Beim Empfang im Gemeindesaal blickte Pastor Armin Rogge auf die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahren zurück.

„Gott braucht diese Kirche nicht, aber wir brauchen dieses Haus“, betonte Armin Rogge nach dem anschließenden Sektempfang im Gemeindehaus. Die Kirche zeige, „dass wir alle eine gemeinsame Mitte haben.“ Mit Blick auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zur Pfarrei erklärte er: „Die Familie ist größer geworden.“ In der Gemeinde St. Thomas Morus „kann man sich zu Hause fühlen.“

Für viele Jahre musikalischer Begleitung dankte der Gemeinderat dem Chor bei der Feier. „Wir freuen uns, wenn es weitergeht mit der Musik“, meinte Patricia Raillon, die stellvertretend an Magdalena Busse, Vorsitzende des Chors, ein Präsent überreichte.

Anschaulich in Leben und Werk des Namengebers der Kirche führte zuletzt Pastoralreferent Bernd Fallbrügge von der Pfarrei St. Peter und Paul Witten-Sprockhövel-Wetter ein. Über Thomas Morus und dessen Hauptwerk, die „Utopia“, schrieb Fallbrügge seine Diplom-Arbeit. In die Zeit Heinrichs VIII., unter dem Thomas Morus Lordkanzler am englischen Königshof war, führten seine Ausführungen zurück.

Bekanntlich wurde der Staatsmann als Verräter hingerichtet, als er der katholischen Kirche die Treue hielt und seinen Eid auf Heinrich VIII. als Oberhaupt der anglikanischen Kirche verweigerte.

Ein gemeinsames Mittagessen, Spiel und Spaß für die Kinder sowie ein abschließendes Kaffeetrinken rundeten den Festtag ab.

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