Frische Farbe für die Heedfelder Kirche

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Die Fassade des denkmalgeschützten Gotteshauses erstrahlt bereits in leuchtendem Weiß, aber noch sind die Arbeiten nicht beendet.

Heedfeld - Der Endspurt läuft: Wahrscheinlich schon in der kommenden Woche werden die Renovierungsarbeiten an der evangelischen Kirche in Heefeld abgeschlossen – davon gehen die Maler aus.

Wann das Gerüst endgültig abgebaut werden kann, wird auch vom Wetter abhängen, denn die Handwerker können nur arbeiten, wenn es trocken ist, betont der ehemalige Baukirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld, Karl Nüsken.

Bereits im Mai hatte er angekündigt, dass das denkmalgeschützte Gotteshaus im Sommer seinen neuen Anstrich erhalten soll. Erst mussten alle Genehmigungen, unter anderem durch die Untere Denkmalbehörde in Schalksmühle, das Denkmalamt in Münster und durch das Kreiskirchenamt des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg vorliegen. In der vergangenen Woche nun haben die Maler ihre Arbeiten aufgenommen, die inzwischen weit fortgeschritten sind.

Dabei ist vor allem bei der Wahl des Materials auf die Auflagen des Denkmalschutzes zu achten. Für die Fassade von Kirche und Leichenhalle verwenden die Maler eine Farbe auf Silikat-Basis, die sehr atmungsaktiv ist, erklärt Maler Wolfgang Zühlke. Das sei das richtige Material für die mit Sandputz überzogene Bruchsteinmauer.

Und auch für die Fenster, deren Metallrahmen zum Teil schon Spuren von Rost zeigten, werden unter Denkmalschutzauflagen zugelassene, hochwertige Speziallacke verwendet. Für die Holzfenster gibt es entsprechend anderes Material. Denn schließlich soll die Renovierung dazu führen, dass die historische Kirche, wie schon im Innern auch außen im komplett neuen Glanz erstrahlt.

Wie berichtet handelt es sich aber dabei nur um die erste Renovierungsphase für die Kirchengemeinde und die Stiftung Hülscheid-Heedfelder Kirchen, die sich unter dem Motto „Die Kirchen im Dorf lassen“ für beide Gotteshäuser im Höhengebiet einsetzt. Nach Möglichkeit soll im Januar und Februar, dann wenn die Gottesdienste traditionell nur in Heedfeld stattfinden, auch die ebenfalls denkmalgeschützte Hülscheider Kirche im Innenraum gestrichen werden und eine neue Beleuchtung und Beschallung erhalten. Darüber hinaus sollen die Kirchenbänke neu gepolstert werden.

Rechtzeitig zum Reformationsjubiläum 2017, wäre es wünschenswert, wenn auch die Außenfassade noch gestrichen werden könnte, sagt Nüsken. Das hänge davon ab, ob das Geld zur Verfügung stehe, das Gemeinde und zu einem großen Teil die Stiftung selbst aufbringen. „Spenden für die Stiftung sind gut angelegt“, sagt Karl Nüsken. Denn das Ziel sei es, beide Kirchen mit der ungewöhnlichen Geschichte einer jahrhundertelangen Trennung zwischen Lutheranern und Reformierten zu erhalten.

Spenden für die Stiftung Hülscheid-Heedfelder Kirchen können unter dem Verwendungszweck „Renovierungen in Hülscheid-Heedfeld“ auf folgendes Konto überwiesen werden: : Evangelische Kreiskirchenkasse, 58509 Lüdenscheid, IBAN: DE17458500050000000562, BIC: WELADED1LSD.

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