Fördermittel für Breitbandausbau in Schalksmühle

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Schalksmühle - Frohe Kunde aus Berlin für Schalksmühle: Die Volmekommune erhält 50 000 Euro Fördergeld vom Bund, um Beraterleistungen für den Breitbandausbau zu finanzieren. Gleiches gilt für die Kommunen Kierspe, Lüdenscheid und Meinerzhagen. Bereits Ende April hatte Herscheid einen Förderbescheid über 50 000 Euro erhalten.

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider freute sich über die Bewilligung: „Die Bürger und Betriebe warten auf den Breitbandausbau. Das ist ein erster wichtiger Impuls für schnelles Internet im südlichen Märkischen Kreis. Schön, dass der Bund für die Umsetzung dieses wichtigen Projekts einen ersten Beitrag dafür leisten kann.“

Die Übergabe der Förderbescheide ist für Montag, 30. Mai, in Berlin geplant. Stellvertretend für die vier Kommunen des Märkischen Kreises wird Tilo Deckert von der Telekommunikationsgesellschaft (TKG) Südwestfalen, die die Kommunen und Kreise in Südwestfalen beim Breitbandausbau unterstützt, in die Bundeshauptstadt reisen.

"Können jetzt die nächsten Schritte einleiten"

„Wir können jetzt die nächsten Schritte einleiten, die letztlich in einem gemeinsamen, kreisweiten Förderantrag beim Bund zum Breitbandausbau für schnelles Internet auch in den Privathaushalten münden sollen“, erklärt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Gemeindeverwaltung.

In gemeinsamen Beratungsterminen mit der TKG und den anderen Kommunen gehe es nun zunächst darum die Fördergebiete zu definieren und diese in einzelne Lose aufzuteilen. „Dabei gilt es für einige Bereiche kreativ zu sein“, sagt Emmerichs. Denn sicherlich werde sich nicht für alle Bereiche des Schalksmühler Gemeindegebiets ein Anbieter finden, der Glaserfaserkabel, über die Datenraten von mindestens 50 Mbit/s erreicht werden sollen, zu verlegen. „Für die dünner besiedelten Gebiete sind aber beispielsweise andere Lösungen wie Funk denkbar“, sagt Emmerichs.

Zudem muss die Gemeinde vor Einreichung des Förderantrags ein Markterkundungsverfahren durchführen. Dabei werden alle Netzbetreiber abgefragt, ob sie in den nächsten drei Jahren beabsichtigen, bestimmte Gebiete in der Volmekommune auszubauen. „Diese Gebiete fallen komplett aus der Förderung. Das Problem bei der Markterkundung ist allerdings, dass die Netzbetreiber nur ihre Absicht erklären müssen, ob sie dann auch wirklich ausbauen, bleibt ihnen überlassen“, erläutert Emmerichs.

Antrag soll im Herbst eingereicht werden

Für Schalksmühle rechnet der Fachbereichsleiter in einigen Bereichen mit Absichtserklärungen der Telekom, die momentan bekanntlich verstärkt auf das sogenannte Vectoring-Verfahren setzt, um so über die bereits bestehenden alten Kupferkabel partiell die geforderte Leistung von 50 Mbit/s zu erreichen. „Dieses Verfahren ist nicht förderfähig und die Leistung von Kupferkabeln zudem irgendwann endlich. Deshalb versuchen wir die in Frage kommenden Bereiche möglichst in ein Los zu bekommen“, sagt Emmerichs.

Ziel sei es weiterhin den Förderantrag im Herbst beim Bund einzureichen, so dass im Idealfall mit den ersten Arbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln in Teilen von Schalksmühle Anfang 2017 begonnen werden könne. „Der Betreiber, der den Zuschlag für ein Los bekommt, hat allerdings maximal drei Jahre Zeit, den Breitbandausbau vorzunehmen, so dass sich in einigen Bereichen der Projektbeginn also durchaus auch bis Mitte 2019 hinziehen könnte. Darauf haben wir als Gemeinde keinerlei Einfluss“, erklärt Emmerichs.

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