Nach dem Großbrand auf dem Gelände des Hofs Huxhardt

Bei Familie Piepenstock mischt sich der Schock mit Erleichterung

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Der Feuerschein in der Nacht zum Samstag war weithin sichtbar.

Schalksmühle - Nach dem Großbrand in der Nacht von Freitag auf Samstag auf dem Gelände des Hofs Huxhardt läuft nun die Bestandsaufnahme. Neben Brandsachverständigen der Kriminalpolizei, die die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen haben, waren am Montag auch Experten der Landwirtschaftskammer auf dem Hof, um den Schaden zu begutachten, berichtet Kirsten Piepenstock.

Familie Piepenstock als Eigentümer des Hofes ist immer noch geschockt von den Ereignissen in der Nacht, aber in die Betroffenheit mischt sich auch Erleichterung, dass nicht mehr passiert ist, sagt Kirsten Piepenstock.

Rund 550 verbrannte Stroh- und Heuballen zählt die Polizei, die von einer Schadenshöhe von mindestens 20 000 Euro ausgeht. Daneben habe laut Kirsten Piepenstock noch ein Ballenwagen etwas von dem Feuer abgekriegt. Das bedeute zwar einen großen wirtschaftlichen Schaden für den Betrieb, aber dass weder Menschen und Tiere noch Gebäude Schaden genommen haben, ist für die Landwirte auch noch Glück im Unglück: „Das hätte auch noch wesentlich schlimmer kommen können“, sagt Kirsten Piepenstock.

Hier geht es zu unserer Erstberichterstattung

Die Kühe und Kälber seien im Stall gewesen und die Pferde auf Wiesen, die weit genug weg vom Feuer lagen, dass sie gar nicht mitbekommen hätten. Eigentlich hätte sie einige Pferde am Freitagabend noch auf eine andere Weide näher beim Brandort bringen wollen, aber das hätte dann, glücklicherweise, doch nicht mehr geklappt. 

Verbrannt sei mit dem Stroh allerdings der Wintervorrat an Futter für die Pferde für anderthalb Jahre, sagt Kirsten Piepenstock. Ob das in dieser Qualität wiederbeschafft werden kann, weiß sie jetzt noch nicht. Ihr

Mann habe das Stroh eigens in Lünen gekauft, selbst gepresst und abgeholt. Viel Arbeit, die nun auch vergeblich war. Dankbar ist Kirsten Piepenstock für die Hilfsbereitschaft und die Aufmerksamkeit der Nachbarn mitten in der Nacht, die die Feuerwehr alarmiert hätten.

Ein Nachbar habe vergeblich versucht, bei der Familie anzurufen und sich dann kurzerhand ins Auto gesetzt, um die schlafenden Piepenstocks wachzuklingeln.

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