Edeka-Markt in Dahlerbrück: Bauvoranfrage läuft

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Der komplette Gebäudekomplex inklusive Dursty-Getränkemarkt soll dem geplanten Edeka-Neubau weichen.

Dahlerbrück - Nach dem Weggang des Discounters Aldi aus dem Gebäudekomplex an der Volmestraße in Dahlerbrück mussten die Bewohner des Ortsteils mehrere Jahre auf ein großflächiges Lebensmittelangebot verzichten, weil der Bau eines Edeka-Vollsortimenters sich immer wieder verzögerte. Jetzt könnte jedoch plötzlich alles ganz schnell gehen.

Denn mittlerweile ist der Edeka-Konzern in Besitz des Geländes an der Bundesstraße 54 und hat einen Projektentwickler mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Die Pläne zur Ausgestaltung haben sich allerdings deutlich verändert. So soll nicht nur der leer stehende Gebäudekomplex, in dem sich früher unter anderem ein Aldi-Markt, Frisör und Dönerladen befanden, abgerissen werden, sondern auch das Gebäude, in dem aktuell der Dursty-Getränkemarkt beheimatet ist.

Entstehen soll auf dem Gelände dann ein Vollsortimenter mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1800 Quadratmetern, inklusive einer Getränkeabteilung mit etwa 250 Quadratmetern. Die Bauvoranfrage für das Neubauprojekt hat der Projektentwickler bereits beim Märkischen Kreis eingereicht.

Thema im Bauausschuss am Montag

Deshalb wird der Edeka-Markt am kommenden Montag, 13. Juni, einmal mehr Thema im Bau- und Planungsausschuss, der ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses tagt. Um den Weg frei für die veränderten Edeka-Pläne zu machen, muss zunächst eine Befreiung von einer Festsetzung des Bebauungsplans „Sportpark Volme“, der diesen Namen aufgrund des angrenzenden Fitnesscenters trägt, durch die politischen Gremien erfolgen.

Aktuell weist der Bebauungsplan für dieses „Sondergebiet Einkaufszentrum“ seit der letzten Änderung im Jahr 2012 noch einen Lebensmitteleinzelhandelsbetrieb mit einer Fläche von 1300 Quadratmetern und einen Getränkefachmarkt (650 Quadratmeter) aus. Diese Festsetzung soll nun geändert und damit zwingend einhergehend eine neue Wirkungsanalyse in Auftrag gegeben werden.

Die Gemeindeverwaltung rechnet damit, dass der Projektentwickler – sobald die Bauvoranfrage von allen Prozessbeteiligten behandelt worden ist – auch unverzüglich den eigentlichen Bauantrag stellen wird.

Investor möchte zeitnah agieren

„Nachdem die Eigentumsverhältnisse endlich geklärt sind, ist der Investor sehr daran interessiert auf dem Gelände zeitnah agieren zu können. Dieses Vorhaben unterstützen wir als Gemeinde natürlich“, sagt Ralf Bechtel, Leiter Technisches Bauamt der Gemeindeverwaltung. Durch die nun gestellte Bauvoranfrage beim Märkischen Kreis verkürze sich das folgende Bauantragsverfahren enorm, wenn in der Zwischenzeit keine großartigen Änderungen mehr eingearbeitet würden.

Stimmt der Ausschuss am Montag den Edeka-Plänen zu, könnte der Kreis direkt eine Befreiung von der Bebauungsplan-Festsetzung erteilen, weil der Bauwunsch des Projektentwicklers nicht im Widerspruch zu den Zielen der Raumordnung und der Landesplanung (Lebensmitteleinzelhandel mit maximal 2000 Quadratmeter Gesamtverkaufsfläche an dieser Stelle) steht.

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