Breitbandausbau: Rat stimmt Kooperation zu

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Um schnelleres Internet möglichst flächendeckend in Schalksmühle anbieten zu können, kooperiert die Gemeinde mit dem Märkischen Kreis.

Schalksmühle - Die Bemühungen um finanzielle Förderung des Breitbandausbaus bislang unterversorgter Wohngebiete können weitergehen. Der Gemeinderat stimmte am Montag in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause einstimmig einer Kooperationsvereinbarung mit dem Märkischen Kreis zu.

Diese muss im Laufe des nächsten Monats von allen Kommunen des Kreises abgesegnet werden, um anschließend einen gemeinsamen Antrag auf Förderung beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellen zu können.

Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Gemeindeverwaltung, hatte zuvor noch einmal erklärt, dass weite Teile des Gemeindegebietes in die Förderung gelangen könnten. Im Rahmen des abgeschlossenen Markterkundungsverfahren habe einzig die Telekom erklärt in den nächsten drei Jahren Bereiche entlang der Heedfelder Straße, Auf dem Ent, Lauenscheider Weg und Teile von Altdorf selbst ausbauen zu wollen, so dass diese ebenso aus der Förderung fallen wie ein Bereich rund um den Hauptverzweiger des Telekommunikationsunternehmens im Ortszentrum, der sich etwa an der Einmündung Hälverstraße befindet, wo die Telekom ebenfalls selbst aktiv werden möchte.

Glasfaserkabel bis zu den Verzweigern

Auf Anfrage der SPD-Fraktion, warum der Ausbau mittels Glasfaserkabel nur bis zu den Kabelverzweigern, nicht aber bis in die Häuser hinein erfolgen soll, erklärte Emmerichs, dass es sich dabei um eine kreisweite Absprache aller Kommunen handele. „Einige Städte und Gemeinden haben ohnehin schon Probleme den kommunalen Eigenanteil von zehn Prozent, der beim geförderten Breitbandausbau vom Ministerium verlangt wird, zu stemmen. Bei einem Komplettausbau würde sich dieser deutlich erhöhen.“

Wenngleich sich die Gemeinde Schalksmühle diesen aufgrund der besseren technischen Möglichkeiten dennoch gewünscht hätte. „Würden wir uns aber nicht an dem kreisweiten Förderantrag beteiligen, hätten wir in absehbarer Zeit keine Chance, flächendeckend einen Breitbandausbau zu bekommen“, machte Emmerichs noch einmal deutlich. Allerdings erklärte er auch prüfen zu wollen, ob die Gemeinde finanziell aufstocken könnte, um punktuell einen Komplettausbau durchzuführen, wo dieser sinnvoll erscheint.

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