Besucherandrang an der Glörtalsperre

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Die Besucher, die am Wochenende Abkühlung in der Talsperre suchten, kamen nicht nur aus Schalksmühle oder dem Volmetal, sondern teilweise sogar aus dem Ruhrgebiet.

Schalksmühle - Spätsommer-Hitzewelle in Deutschland. Auch in Schalksmühle stiegen die Temperaturen am Wochenende deutlich über die 30-Grad-Marke. Hunderte Besucher suchten deshalb Abkühlung in der Glörtalsperre.

Alleine am Samstag besuchten nach Auskunft der DLRG mehr als 500 Besucher aus Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle und Breckerfeld, aber auch aus Hagen und dem Ruhrgebiet die Talsperre.

„Wir hatten mit einem großen Ansturm gerechnet“, sagte Uwe Kaczmarek, Mitglied der DLRG-Ortsgruppe Ennepetal und zuständiger Wachleiter für dem Badeabschnitt an diesem Tag. Die Temperatur des Oberflächenwassers (die obersten drei Meter Wasserschicht) betrage mittlerweile angenehme 20 Grad.

Die Ortsgruppen Ennepetal und Schwelm wechseln sich in wöchentlichen Abschnitten mit dem Wachdienst ab. Am Samstag waren wegen der vielen Besucher sieben Ennepetaler DLRG-Mitglieder ständig im und am Wasser in Bereitschaft.

Immer den ganzen See im Blick

Obwohl nur der mit Schwimmbojen eingekreiste Bereich zum Schwimmen gedacht sei, wird dennoch das ganze Gewässer von Gästen zum Baden genutzt. So fuhren fast dauerhaft drei DLRG- Mitarbeiter mit einem Boot auf dem Wasser. „Schließlich müssen wir ja immer wachsam sein“, so Kaczmarek.

Besonders wachsam sind die Rettungsschwimmer im Bereich der Felsen gegenüber des DLRG-Heims. Von dort aus springen vor allem Jugendliche immer wieder ins Wasser und übersehen dabei die Steine, die sich unterhalb der Wasseroberfläche befinden. „In den vergangenen Jahren gab es einige heftige Unfälle!“, sagte Dennis Köhne, DLRG-Bootsführer.

Eine ordentliche Abkühlung bekamen die Badegäste, die von der Holzinsel in das Glörgewässer sprangen.

Am Samstag gab es dagegen glücklicherweise keine größeren Einsätze für die Rettungsschwimmer. „Momentan fallen hier nur kleine Schnittverletzungen von Glasscherben an. Oder es werden kurzzeitig Kinder mit unserem Boot gesucht, die oft von ihre Eltern nur aus den Augen gelassen wurden und dann mit anderen Kindern spielen. Vor ein paar Wochen sind wir sogar mal auf den Hund gekommen, als wir stundenlang einen herrchenlosen Hund betreuen mussten“, erzählt Köhne schmunzelnd.

"Da hat sich die Fahrt gelohnt"

Dominik und Kevin Wollny aus Letmathe sowie die Kamener Lisa Schöner und Stefan Sondermann sonnten sich im ersten Bereich des Glör-Ufers: „Nach nur einer kurzen Anreise bekommt man hier einen super naturbelassenen See, der dazu auch noch sehr sauber ist. Da hat sich die Fahrt gelohnt!“

„Wir finden, dass man besonders an der Glör so unbeschwert schwimmen kann, in manch anderen Seen wimmelt es nur so von Algen!“, berichteten Michael, Daniela, Analena und Philip Jülich aus Hagen-Vorhalle, während sie vor dem Kiosk am Badebereich Currywurst mit Pommes verspeisten.

Viel Betrieb auch am Hundeabschnitt

Viel los war auch am Hundeabschnitt. Dort waren auch Hendrik Burr und Laura Selke aus Bochum: „Wir besuchen die Glör mit unseren zwei Hunden Lyla und Leo sehr oft!“

Aus Ennepetal kam Familie Dresbach angereist: „Für uns ist die Glör das nächstgelegene perfekte Gewässer, an dem wir auch Schatten unter Bäumen finden können und wo noch dazu mit Booten und Luftmatratzen das Planschen möglich ist“, sagte Dirk Dresbach, der mit seinem fünfjährigen Sohn Benedikt das Wasser genoss.

Der Bikertreff an der Talsperre war am Wochenende wieder Ziel vieler Motorradfahrer aus dem Ruhrgebiet, unter ihnen auch der Dortmunder Martin Döra mit seiner Yamaha Fazer 600: „Ich habe von der Glör über Bekannte gehört und anschließend im Internet geschaut. Jetzt bin ich gespannt, wie sehr das Wasser abkühlen wird.“

Sommerwochenende an der Glörtalsperre

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