Bahnhofsumfeld: Grundsatzbeschluss zur Neugestaltung

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Die Neugestaltung der Bahnhofstraße und des Schnurrenplatzes soll grundsätzlich kommen, dafür sprachen sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in ihrer Sitzung am Montag aus.

Schalksmühle - Die Regionale-„Königsmaßnahme“ Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes soll kommen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschuss in ihrer Sitzung am Montag nach mehrstündiger Diskussion bei einer Gegenstimme der UWG-Fraktion und zwei Enthaltungen im Grundsatz aus.

Wie das 2,4-Millionen-Euro-Großprojekt allerdings im Detail umgesetzt wird, da besteht bei vielen Ausschussmitgliedern noch Diskussionsbedarf.

Bekanntlich sollen der Schnurrenplatz und die Bahnhofstraße, unter anderem durch den Abriss der Zufahrtsrampe West zum Rewe-Markt, ein komplett anderes Aussehen erhalten.

Am schärfsten kritisierte Ortwin Schmidt (UWG) die geplante Neugestaltung. Ihm fehlten Alternativen zum vom Büro ASS vorgestellten Konzept und die Bevölkerung sei nicht ausreichend beteiligt. Zudem befürchtete er eine weitere Reduzierung des Einzelhandels in der Bahnhofstraße durch die Baumaßnahmen und sah in dem Wegfall einiger Parkplätze einen „gravierenden Nachteil“. „Deshalb kann ich dieser Beschlussvorlage nicht zustimmen“, sagte Schmidt.

Dies sahen die übrigen Ausschussmitglieder – bei zwei Enthaltungen – anders und stimmten dem Vorhaben im Grundsatz zu. So sei ihm Rahmen der Regionale-Konzeption die Aufwertung des Ortskerns mit den Projekten Vomepark, Rathausplatz, Mühlenstraße und nun Bahnhofsumfeld als Einheit zu sehen. „Das Ganze jetzt noch einmal in Frage zu stellen, wäre der falsche Weg“, sagte beispielsweise Dietmar Dassler (FDP).

Verbesserungsbedarf im Detail

Im Detail sah der Ausschuss bei dem vorgelegten Konzept allerdings zu einem Großteil noch Verbesserungsbedarf. Kritisch hinterfragt wurde vor allem die zukünftige Parkplatzsituation in der Bahnhofstraße sowie die erschwerte Erreichbarkeit des Rewe-Marktes für Senioren oder Menschen mit Behinderung durch den geplanten Wegfall einer Zufahrtsrampe.

Gefordert wurde immer wieder auch eine direkte Querungsmöglichkeit der Bahngleise, um auf einem Höhenniveau vom Bereich des Rewe-Marktes zum Schnurrenplatz zu gelangen. Dies sei nicht realisierbar, erklärte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Gemeindeverwaltung: „Dafür wäre die DB-Netz AG zuständig. Dort sieht man in diesem Bereich keine Notwendigkeit für eine weitere Querung, weil unmittelbar daneben bereits eine Möglichkeit vorhanden ist.“

In den nächsten Wochen bis zur Sommerpause werden sich auch noch der Hauptausschuss (27. Juni) sowie abschließend der Rat (4. Juli) mit dem Thema befassen.

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