Auch Rat stimmt Regionale-Projekt Bahnhofsumfeld zu

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Der Schnurrenplatz und auch ein Teil der Bahnhofstraße sollen durch die Umgestaltung ein völlig anderes Aussehen erhalten und zudem barrierefrei erreichbar sein.

Schalksmühle - Endgültig grünes Licht gibt es seit Montagnachmittag für eine Konkretisierung der Umgestaltungspläne des Bahnhofsumfeldes im Schalksmühler Ortszentrum. Nach dem Bau- und Planungsausschuss sowie dem Hauptausschuss stimmte auch der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause bei drei Gegenstimmen der UWG-Fraktion der Vorentwurfsplanung des Büros ASS zu.

Nach der Neugestaltung des Volmeparks, Rathausplatzes und der Mühlenstraße soll mit diesem Großprojekt – vom Büro ASS gerne als „Königsmaßnahme“ bezeichnet – im Rahmen der Regionale 2013 ein weiterer Schritt zur Vitalisierung des Ortskerns unternommen werden.

Vor diesem Grundsatzbeschluss wurde im Rat intensiv und teilweise hitzig diskutiert, nachdem im Rahmen der Einwohnerfragestunde auch die Einzelhändler an der Bahnhofstraße noch einmal ihre Bedenken geäußert hatten. Manfred Trimpop (UWG) sagte, der Wegfall der westlichen Rampe sei keine gute Lösung für Schalksmühle und forderte eine „persönliche Befragung der Bürger, weil viele gegen dieses Vorhaben sind“. Fraktionskollege Harry Haböck sprach ebenfalls von einer nicht ausreichenden Bürgerbeteiligung und sagte: „Diese Planung ist eine Verschlechterung für Schalksmühle!“

"Hier werden Nebelkerzen gezündet"

Dem konnten und wollten die anderen Parteien so nicht folgen. „Wir verfolgen das Konzept der Regionale im Grundsatz schon seit 2011“, sagte André Krause (CDU). Jan Schriever (FDP) bezeichnete die Regionale als große Chance für Schalksmühle: „Ein Stopp der Maßnahme ist für mich nicht denkbar.“ Lutz Schäfer (SPD) zeigte sich gar „erschüttert“ über einige Beiträge der UWG und kritisierte: „Hier werden Nebelkerzen gezündet!“

Die nächsten gut zwei Monate bis zu den ersten Sitzungen der politischen Gremien ab Mitte September können die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung sowie des Architekturbüros nun für die eigentliche Detailplanung nutzen. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, soll auch die Ausführungsplanung den zuständigen Ausschüssen sowie dem Gemeinderat vorgelegt werden, um auf deren Grundlage dann über mögliche Gestaltungsalternativen zu beraten und zu beschließen.

Zuvor ist eine weitere Informationsveranstaltung für die Bevölkerung geplant. Im Zuge dieser politischen Diskussionen dürfte dann auch über die mögliche Errichtung eines Fahrstuhls zwischen der Bahnhofstraße und dem Gelände des Rewe-Markts beraten werden, mit dem – nach dem geplanten Abriss der westlichen Zufahrtsrampe – eine bessere Erreichbarkeit des Vollsortimenters für Senioren oder behinderte Menschen gewährleistet werden soll.

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