Amerikanische Faulbrut: Erste Bienenvölker eliminiert

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Bereits drei Bienenstände mussten wegen des Faulbrutbefalls eliminiert werden.

Schalksmühle - Zu der in der Gemeinde Schalksmühle bei mehreren Bienenvölkern nachgewiesenen Amerikanische Faulbrut gibt es neue Erkenntnisse. Innerhalb des Sperrbezirkes Schalksmühle und Halver wurden 13 Bienenstände kontrolliert – bei sechs Bienenständen wurde die Faulbrut festgestellt, wie Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, mitteilt.

Dabei sind einem Bienenstand immer mehrere Völker zugehörig. Drei der befallenen Bienenstände sind derzeit in Beobachtung – die anderen drei mussten bereits eliminiert werden, da die Faulbrut nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Die unter Beobachtung stehenden Bienenstände sind in einer Art Quarantäne: „Es muss nun abgewartet werden“, sagt Klein. Zeitnah werde eine Abschluss-Desinfektion durchgeführt.

Der Sperrbezirk sei unverändert, könne auch vorerst nicht aufgehoben werden. Bevor dies geschieht, müssen erst die Nachkontrollen positiv verlaufen sein – die erste sei frühestens nach acht Wochen und spätestens nach neun Monaten möglich. Voraussichtlich soll die erste Kontrolle im Oktober erfolgen. „Das aber nur in dem Fall, wenn noch kein Schnee liegt“, sagt Klein. Sonst würde sie ins Frühjahr verschoben werden. Nach einer dann noch zwingend folgenden zweiten Kontrolle sei es erst möglich, den Sperrbezirk aufzuheben.

Ausschließlich die Brut wird befallen

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit Paenibacillus larvae larvae, das ausschließlich die Brut von Bienen befällt. Der Bienen-Nachwuchs stirbt dadurch größtenteils ab. Das Volk schrumpft, bis es am Ende so schwach wird, dass es nicht mehr überleben kann. Die Faulbruterreger bilden dann Sporen. Diese Dauerformen bleiben jahrelang infektiös.

Wird ein infizierter Bienenstand von fremden Bienen ausgeräubert, tragen sie die Sporen weiter und die Faulbrut befällt auch die Bienenbrut der gesunden Völker. Die Faulbrut ist nicht auf den Menschen übertragbar, auch Honig kann ohne Einschränkungen verzehrt werden.

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