„Niemals gegen die Bürgerschaft Politik machen“

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Gastgeber Herbert Monkowski, Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck und CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Stracke.

Meinerzhagen -  Die Resonanz auf das jüngste Treffen der Gruppe Ü-60 war einmal mehr groß – und das dürfte nicht zuletzt am Thema gelegen haben, das Referent Thorsten Stracke, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der CDU Meinerzhagen, vorbereitet hatte. Gut 50 Gäste verfolgten am Dienstagnachmittag im katholischen Jugendheim an der Kampstraße seine Ausführungen mit der Überschrift „Quo Vadis Meinerzhagen?“.

Dementsprechend versuchte er, den Zuhörer in einer Kombination aus Stichpunkten über die Geschehnisse in der jüngsten Vergangenheit und den derzeitigen Planungen und Aktivitäten, einen Blick in die Zukunft zu ermöglichen. Zwar gehörte auch die Randbetrachtung der Regionale dazu – unter anderem mit der Umgestaltung des Stadthallenumfeldes –, die Nachnutzung des Hauptschulgebäudes und der Jugendherberge sowie die Finanzlage der Stadt, richtig interessant für viele Teilnehmer wurde es aber erst beim Thema Stadthalle.

„Hier muss erstmal mit einem Gerücht aufgeräumt werden: Niemand hat beschlossen, die Stadthalle einfach so abzureißen. Es geht darum, ob aus Ideen Planungen werden dürfen, die die Stadthalle zukunftsfähig machen. Hier darf es keine Denkverbote geben und es muss alles diskutiert werden können in einer sachlichen Art, ohne gleich Schaum vor dem Mund zu bekommen“, erläuterte Thorsten Stracke seinen Zuhörern. Angelehnt an diese Aussage betonte er, „der CDU war und ist es wichtig, diese Entscheidung mit den Bürgern zu treffen. Wir würden niemals gegen die Bürgerschaft Politik machen“.

Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck übernahm im Anschluss den Part der strukturierten Darstellung der Fakten zum Thema Stadthalle. Deutlich war dabei seine Aussage, es dürfe nicht die Aufgabe einer geordneten Stadtentwicklung sein, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Vielmehr sei es die Aufgabe der Verantwortlichen, über Zukunftsprojekte nachzudenken. „Spätestens die Arbeiten am Stadthallenumfeld haben bei potenziellen Investoren das Interesse an dem Stadthallenareal geweckt. Nicht zuletzt, weil in vorangegangenen Untersuchungen der Einzelhandelsstruktur Bedarfe und Defizite ermittelt wurden“, sagte Tischbiereck. Zur möglichen „Befriedigung“ dieser Interessen oder einer anderweitigen Entwicklung sei aber nicht zwingend der Abriss der Stadthalle erforderlich.

In der anschließenden Diskussion zeigte sich eines deutlich: Die Meinungen in dieser Angelegenheit sind durchaus gespalten. Einigkeit herrschte aber in einem Punkt: Eine durchgängige Transparenz, ein sachlicher und faire Umgang unter den Diskutanten ist hilfreich. Zur Verbesserung der Informationsmöglichkeiten unterbreitete Fachbereichsleiter Tischbiereck am Ende der Veranstaltung noch ein Angebot des Bürgermeisters. „Diejenigen, die keine Internetmöglichkeit haben, können die Überdrucke der Informationen von der Stadt auf Nachfrage erhalten.“

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