Abitur 2016

"Abigenten" starten nun zu neuen Missionen

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Sie erreichten in ihren Abiturzeugnissen den besten Notendurchschnitt: Von links Leonie Theobald, Rieke Först, Benedict Allhoff, Judith Bergen und Anastasia Seib.

Meinerzhagen - Mit der Zeugnisübergabe am Freitag und dem Abiball am Samstagabend in der Stadthalle endete die Schulzeit und damit ein wichtiger Lebensabschnitt von 96 Abiturienten des Evangelischen Gymnasiums.

Zunächst standen am Freitag die Ehrungen besonders erfolgreicher Schüler an: Mit einer glatten 1 verzeichnete Leonie Theobald, die sich auch in der Schülergenossenschaft Sharens engagiert hatte, den besten Notendurchschnitt. Rieke Först schloss mit 1,1 ab, und Benedict Allhoff, Judith Bergen und Anastasia Seib, die von der Realschule zum Gymnasium gekommen war, erreichten einen Schnitt von 1,3. Alle wurden für ihre guten Leistungen mit einem Büchergutschein belohnt. Einen Blumenstrauß für ihr Engagement als Schülersprecherinnen bekamen Rieke Först und Toni Barth.

Für das DELE-Sprachzertifikat in Spanisch hatten sich Pia Gadomski, Charlotte Laufer und Anika Vensev qualifiziert. Das Cambridge-Zertifikat in Englisch bekamen Lisa Aloisi, Selin Aslan, Kara Fayner, Thilo Kalthoff, Gina Lück, Franziska Mühlpforte, Jan-Hendrik Schneider, Sofie Schröder, Anastasia Seib, Sven Spandel und Leonie Theobald. Rieke Först und Pascal Schwarz konnten sogar Kenntnisse auf dem höchsten Leistungsniveau nachweisen und haben auch die Prüfung für das Certificate in Advanced English (CAE) mit Bestnote bestanden, so dass ihnen Fremdsprachenkenntnisse auf der Stufe C2, der höchsten Stufe des Europäischen Referenzrahmens, bestätigt wurden.

Zeugnisse für 96 Abiturienten

„Abigenten – mission completed“ hatten die Abiturienten als Motto gewählt, aber Schulleiter Sven Dombrowski machte in seiner Ansprache deutlich, dass auch künftig weitere „Missionen“ auf die Schulabgänger warten: „Sie sind jetzt mittendrin! Sie brauchen nicht mehr zuschauen, nicht mehr konsumieren. Sie haben jetzt die Reife, diese Welt mit zu gestalten. Sie entscheiden über das zukünftige Europa, über den weltweiten Umgang mit Flüchtlingen. Sie entscheiden über die relevanten sozialen Zukunftsfragen wie Rente, soziale Gerechtigkeit oder das bedingungslose Grundeinkommen. Sie müssen ethische Antworten finden zum Umgang mit der Gentechnik, zur Sterbehilfe, der Religionsfreiheit oder der Gleichberechtigung.“

"Machen Sie was daraus"

Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bildung, Sport und Kultur, überbrachte mit seinem Grußwort Glückwünsche des Bürgermeisters und der Verwaltung. Durch Elternhaus und Schule seien die Abiturienten nun gut vorbereitet auf ihren weiteren Lebensweg. „Machen Sie was daraus. Trauen Sie sich was, und zeigen sie Flagge, wenn es nötig ist“, sagte Maikranz.

Wie vertraut die Lehrkräfte mit den Schulabgängern waren, mussten sie bei verschiedenen Spielen beweisen.

Die Schülervertreter Steffi und Florian Griese hatten einen humorvollen Rückblick auf die Schulzeit vorbereitet und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass die guten Kontakte auch künftig weiter bestehen bleiben. Neugierig und tolerant bleiben, das eigene Denken nicht verlernen, dem Mainstream misstrauisch begegnen und nicht alles aussitzen, riet die Schulpflegschaftsvorsitzende Annegret Benger den Abiturienten. Nach Zeiten großer Anstrengung, wie etwa nach Prüfungen, sei es ratsam, runterzuschalten, eine Auszeit zu nehmen, um dann gestärkt neue Wege zu beschreiten. Nicht alles lerne man in der Schule oder aus Büchern, sondern im Austausch mit Menschen und im Erleben der Welt. Weiterhin riet sie, in der schnelllebigen Zeit Halt zu suchen bei Familie, Freunden oder dem Glauben und sich ganz auf den Augenblick, das Jetzt, einzulassen.

Musikalische Beiträge vom Chor des Gymnasiums, Christian Erdmann (Klavier) sowie Joel Reinisch, Rieke Först und Lukas Rebein umrahmten die Zeugnisübergabe. Für den Abiball am Samstag hatten die „Abigenten“ ein unterhaltsames Programm mit Musik, Tanz und vielen Lehrerspielen vorbereitet, dem natürlich ein ausgiebiges Festmahl voranging.

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