„Geburtstagsfest“ im Blindenwohnheim

+
Dr. Cornelia Tollkamp-Schierjott und Günter Seidenberg sprachen einige Begrüßungsworte.

Valbert - Die Sonne musste sich schon mächtig ins Zeug legen, um beim „Strahlen“ mit den Bewohnern mithalten zu können.

Die wiederum hatten durch das Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen ihres Blindenwohnheimes in Valbert ohnehin genug Grund dazu.

Dennoch wurde die „Strahlkraft“ durch die zahlreichen Besucher aus dem Familien- und Freundeskreis, aber auch aus der nahen und fernen Nachbarschaft, gesteigert. Nicht verwunderlich: Nach den beiden Begrüßungsliedern der Hausband, den „Hardt-Rockern“, forderten die Gäste am Freitag sofort noch eine Zugabe. Auf diese mussten sie allerdings warten, da zunächst die offiziellen Reden auf dem Programm standen. Deren zeitlicher Umfang überforderte aber niemanden.

Günter Seidenberg – Geschäftsführer des Blindenwerks Westfalen, dem Träger der Einrichtung – gab einen kurzen Überblick über die Entstehung dessen, was auf den Höhen des Ebbedorfes nach den Umbauten im Oktober 2006 in Betrieb gehen konnte. Und auch Dr. Cornelia Tollkamp-Schierjott (Gesellschaftsvertreterin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen) beließ es im Wesentlichen bei einer herzlichen Begrüßung und den guten Wünschen für ein gelungenes Fest.

Nach der Ansprache des Ortsvorstehers Hans Gerd Turck konnten dann die „Hardt Rockers“ erneut für musikalische Überraschungen sorgen. Dazu hatten sie unter anderem zu bekannten Melodien von Silbermond und Andreas Bourani eigene Texte verfasst.

Musikalisch und zum Teil mit aktiver Beteiligung ging es beim Auftritt des Chores Reine Frauensache und beim Karaoke mit der Band „Du bist der Star“ zu.

„Einfach nur lecker“, so die einhellige Meinung der Besucher des Cafés. Verantwortlich für dieses „Urteil“ war die sehr große Auswahl am Kuchenbüfett, das keine süßen Wünsche unerfüllt ließ. Deftiger, mit Salaten und Gegrilltem, konnten die Gäste bei strahlendem Sonnenschein, geschützt durch Sonnensegel, auf der Gartenterrasse ihren Hunger stillen.

Reger Betrieb herrschte am Verkaufsstand in der Werkstatt. Viele pfiffige Alltags- und Gebrauchsgegenstände aus Holz, aber auch Dinkelkissen und Kunstgewerbliches, waren dort im Angebot.

Wer mochte, konnte im sogenannten „Dunkelgang“ hautnah erleben, wie Menschen mit einer stark eingeschränkten Sehfähigkeit ihren Alltag meistern und woran sie sich dabei orientieren.

Die Gelegenheit, ihr Glück auf die Probe zu stellen, hatten die zahlreichen Käufer der Tombola-Lose. Und wer sich mit den geschichtlichen Daten des Blindenwohnheimes intensiv beschäftigen wollte, hatte dazu an den Infoständen umfassend die Möglichkeit.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare