Wiesn-Stimmung beim Oktoberfest in der Jause

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Dirndl, Filzhut und Lederhosen waren Trumpf beim Oktoberfest in der Jause.

Valbert - Zum Oktoberfest in der Jause hatten sich am Freitagabend wieder viele Freunde bajuwarischer Lebensart eingefunden. Gleich zum Auftakt waren es schon 160, weitere Gäste kamen später noch hinzu und ließen sie sich von der Wiesn-Stimmung, für die nicht zuletzt die Meinhardus-Musikanten mit Blasinstrumenten und Schifferklavier sorgten, mitreißen.

Einer von ihnen war Klaus Krüger, ein gebürtiger Meinerzhagener, der seit 50 Jahren in Australien lebt und zurzeit in seiner alten Heimat zu Besuch ist. Der 75-Jährige hatte auch gleich ein fesches Madl im adretten Dirndl erspäht, mit dem er sich gern für ein Foto ablichten lassen wollte, um es als Erinnerung an die ausgelassene Gaudi mit nach Sydney, seinem neuen Lebensmittelpunkt, nehmen zu können. Und Helga Becker war auch gern dazu bereit, mit ihm für diese Aufnahme zu posieren. In der Nacht der langen Tische, in der sie mit ihren Freunden in der Meinerzhagener Fußgängerzone ihren Geburtstag gefeiert hatte, hatten ihr die Meinhardus-Musikanten spontan ein Ständchen gebracht und ihr gleichzeitig das Versprechen abgenommen, zum Oktoberfest in die Jause zu kommen. Helga hielt ihr Wort, und hatte auch gleich noch einige Freunde im stilechten Outfit mitgebracht.

Mit Spannung erwarteten die Gäste den Fassanstich durch den Valberter Ortsvorsteher. Vor allem die, die im vergangenen Jahr Zeuge geworden waren, wie Hans Gerd Turck das Fest mit einer wahren Bierfontäne eröffnet hatte. Und auch diesmal floss der Bierstrom zunächst ungebremst. Denn Turcks mächtiger Hammerschlag hatte, aus Rücksichtnahme auf die Finger von Stadtmarketingleiter Bernd-Martin Leonidas, der mutig genug war, ihm zu assistieren, stattdessen die Vorrichtung getroffen, mit der der Bierfluss geregelt wird. Dennoch: „O´zapft is!“ konnte verkündet werden, und der Ortsvorsteher nahm’s souverän mit Humor und außerdem das richtige Werkzeug zur Hand. Eine Zange ersetzte fortan die defekte Vorrichtung, so dass zahlreiche frische Halbe gezapft und unter den Gästen verteilt werden konnten.

Einer echten Gaudi stand also nichts mehr im Weg, und die Meinhardus-Musikanten gaben alles. Mit Polkas, Märschen, bekannten Schlagern und Stimmungsliedern sorgten sie für weiß-blaue Wiesn-Seligkeit in der ebenso dekorierten Jause. Dazu wurden selbstverständlich auch die traditionellen bajuwarische Schmankerl serviert, wie Weißwürste, Leberkas, ein deftiger Schweinsbraten oder -schnitzel, Haxn und Brezn. So gestärkt stimmten die Gäste gern in so manches Lied der ebenfalls stilecht gekleideten Musikanten ein.

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