Güntenbecke soll eine neue Ortsanbindung erhalten

+
Ein Vertreter des Planungsbüros stellte den Anwohnern von Güntenbecke die geplante neue Wegeführung vor. Sie sieht den Fortfall der Bahnübergänge und dadurch nur noch eine Verkehrsanbindung für die Ortschaft vor. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mit dem turnusmäßigen Fahrplanwechsel im Dezember 2013 werden auf der Eisenbahnstrecke zwischen Meinerzhagen und Marienheide wieder Personenzüge verkehren. Die Gleisanlagen dafür sind längst erneuert.

In Meinerzhagen steht bis zur Wiederinbetriebnahme noch die Neugestaltung des Bahnhofsgeländes mit Park & Ride-Anlage an. Baulich gesichert werden müssen entlang der Strecke auch noch einige Bahnübergänge, wobei eine der größten Maßnahmen im Bereich Börlinghausen realisiert wird. Und auch in Güntenbecke, kurz hinter dem Tunnel, wartet noch ein größeres Projekt auf Lösung: Hier gibt es bislang kurz aufeinanderfolgend zwei noch nicht gesicherte Bahnübergängen.

Stadt und Bahn stehen schon seit längerem in engem Kontakt und haben mittlerweile eine gemeinsame Planung erarbeitet. Diese sieht den Fortfall der beiden Bahnübergänge vor. Die Gemeindestraße Richtung Genkel soll so verlegt werden, dass sie die Bahngleise nicht mehr queren muss. Knackpunkt bei dieser Lösung: Die verkehrliche Anbindung der Ortschaft Güntenbecke.

Am Donnerstag gab es hier einen Ortstermin mit den betroffenen Anwohnern. Ziel der Veranstaltung: Die Planungen mit den Betroffenen im Detail abstimmen und erreichen, dass die Grundstückseigentümer ihr Einverständnis dazu erklären. Falls es zu keiner Einigung kommen sollte, wäre ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Der jetzt schon enge Zeitplan würde dadurch nicht mehr einzuhalten sein. Konsequenz daraus wäre, dass bis zum Abschluss des zeitaufwändigen Verfahrens und danach der baulichen Umsetzung Züge den Bereich Güntenbecke nur im Langsamfahrmodus passieren dürften und die Bahnübergänge vermutlich von Personal jeweils aufwändig gesperrt werden müssten.

Den Anwohnern wurde die vorgesehene neue Ortserschließung vorgestellt: Danach soll der Weg beginnend ab dem Eisenbahnviadukt neu trassiert und ausgebaut werden. Die Durchfahrtshöhe unter der Brücke soll dabei vergrößert werden. Durch Abtragen der Böschung sowie Bodenab- und Bodenauftrag soll eine gut befahrbare neue Erschließungsstraße entstehen. An deren Ende ist ein Wendeplatz geplant. Die beiden Bahnübergänge werden entfallen. Nur der hintere Übergang soll in Form eines sogenannten „Heckentores“ für Rettungsdienst und Feuerwehr im Notfalleinsatz befahrbar bleiben.

Insbesondere bei den unmittelbar an den beiden Bahnübergängen wohnenden Güntenbeckern gab es zunächst erkennbare Skepsis und auch Kritik an der geplanten neuen Wegeführung, die für sie auch eine längere Wegstrecke bedeutet, wenn sie Richtung Meinerzhagen oder Genkel fahren wollen.

Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck zeigte sich am Ende des Ortstermins jedoch einigermaßen optimistisch, dass nach Klärung noch einiger Details die erhoffte einvernehmliche Lösung zustandegekommen wird. ▪ -fe

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare