140 Schüler erkunden Meinerzhagener Wälder

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Bei den Waldjugendspielen am Montag lernten 140 Schüler den Wald und seine Eigenarten kennen. Burkhart Laaser zeigte den Kindern unter Anderem, wie man die ungefähre Höhe eines Baumes nur mit einem Stock berechnen kann.

Meinerzhagen - Zapfen zuordnen, Baumrinden ertasten oder Waldbewohner erraten. Die rund 140 Viertklässler aus verschiedenen Meinerzhagener Grundschulen konnten am Montag bei den 17. Waldjugendspielen viel über den Wald und seine Bewohner lernen.

Jährlich nehmen ungefähr 3500 Schüler aus insgesamt 150 Klassen im Märkischen Kreis an dem spielerischen Stationenlauf teil, berichtet Burkhart Laaser vom Förderverein der Waldschule im Märkischen Kreis.

Am Montagvormittag gingen nacheinander die vierten Klassen der Grundschulen Auf der Wahr, Rothenstein, Kohlberg und der Förderschule Volmetal auf die Entdeckungstour im Wald. Ausgangspunkt war das Eingangsportal zum Sauerland Höhenflug in Schallershaus.

Begonnen wird der Parcour jedes Mal mit den fünf Waldgeboten: „Immer auf den markierten Wegen bleiben, kein Feuer anzünden, Bäume, Sträucher und Kräuter nicht absichtlich beschädigen, alle Abfälle wieder mitnehmen und keinen Lärm machen.“

Letzteres unterstützt Laaser mit dem Hinweis, dass sich, wenn alle Waldbesucher leise sind, vielleicht sogar kleine Wildschweine oder Eichhörnchen zeigen würden. Nachdem die Gebote bei allen Schülern sitzen, wird der Weg in den Wald angetreten. An verschiedenen Stationen können die Kinder ihr Wissen unter Beweis stellen und knifflige Aufgaben, wie etwa den Umfang eines Baumstammes zu bestimmen, mit gegenseitiger Unterstützung lösen.

Auch Burkhart Laaser betont: „Wenn sich die Kinder gegenseitig helfen, ist es viel einfacher die Stationen zu meistern.“ Immer wieder ermahnen sich die Kinder gegenseitig, keinen Lärm zu machen und nichts zu beschädigen.

Nach dem circa zweistündigen Ausflug in die Wälder von Meinerzhagen sind viele Schüler erschöpft, aber, wie Erik Verforth vom Regionalforstamt Märkisches Sauerland immer wieder feststellt, auch deutlich ausgeglichener. „Die Kinder sind eigentlich immer alle begeistert und auch stolz, wenn sie ihr Wissen hier preisgeben können. Das sind die Förster von morgen“, sagt er.

Auch die Schüler bestätigen diesen Eindruck. „Das hat Spaß gemacht“, ist wohl der Satz, der an diesem Vormittag am häufigsten fällt. Sie berichten freudig, wie sie gelernt haben, „dass Natur cool ist und Spaß macht“.

Burkhart Laaser ist zufrieden mit der Aktion: „Wenn man die Grundschüler schon dafür sensibilisieren kann, wie wichtig der Wald ist und dass man ihn schützen muss, dann haben wir etwas geschafft. Man muss ganz unten anfangen“, sagt er stolz und berichtet, wie ein achtjähriges Kind einem Erwachsenen seinen Müll wiedergegeben hat, als dieser ihn im Wald „verloren“ hatte. „Da bin ich dann froh, wenn auch etwas von unseren Aktionen hängen bleibt.“

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