Stolpersteine in Meinerzhagen

Entscheidung über Stolperstein-Verlegung vertagt

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In ganz Deutschland liegen Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Meinerzhagen - Die für Montag in der Ratssitzung anvisierte Entscheidung über die Verlegung weiterer Stolpersteine ist vertagt worden. Nun soll in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause das weitere Vorgehen beraten werden.

Wie berichtet, hatte die Fraktion Linke und Piraten beantragt, eine Verlegung auf städtischem Grund auch gegen den Willen der Anlieger zuzulassen. Ein Ansinnen, das auch Herbert Langenohl von der Initiative Stolpersteine Meinerzhagen unterstützt. Den Zeitpunkt des Antrags empfinden er und seine Mitstreiter aber als unglücklich – in der Stunde der Öffentlichkeit wiederholte er am Montag die bereits gegenüber der MZ geäußerten Bedenken.

„Wir wollen, dass der Antrag eine möglichst große Zustimmung erhält“, sagte Langenohl zum Hintergrund seiner Bitte, den Antrag zurückzustellen. Bekanntlich hatte sich aufgrund unklarer Positionen einzelner Fraktionen eine Kampfabstimmung angedeutet. Doch zu dieser kam es in der Ratssitzung nicht: Ratsherr Rudolf Hantschel von Linken und Piraten zog den Antrag seiner Fraktion daraufhin zurück, „aufgrund der für mich neuen Informationen“, wie er erklärte.

Im Vorfeld hatte es nach Informationen unserer Zeitung intensive Gespräche zwischen einzelnen Fraktionen, aber auch zwischen der Initiative und dem Bürgermeister gegeben. Angestrebt wird demnach die Möglichkeit einer Stolperstein-Verlegung an noch zwei Orten im Stadtgebiet, ohne es zu einer Abstimmung mit ungewissem Ausgang kommen zu lassen.

Herbert Langenohl zeigte sich nach dem Beschluss zur Vertagung zufrieden über die gewonnene Zeit und entsprechend erleichtert. Wie es nach der Sommerpause weitergeht? „Man wird sehen“, sagte der Stolperstein-Unterstützer nach der Ratssitzung.

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