Gericht fällt Urteil nach Drogen-Fahrt

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Das Amtsgericht Meinerzhagen verurteilte den 22-jährigen Mann aus Halver.

Meinerzhagen - Auf einer Party in Meinerzhagen rauchte ein 22-jähriger Halveraner am 27. Februar einen Joint. In berauschtem Zustand setzte er sich dann gegen 1 Uhr ans Steuer des Wagens seiner Mutter, um nach Hause zu fahren.

Unterwegs missachtete er mehrere Verkehrsschilder, blinkte falsch, würgte den Motor ab und bewegte sich insgesamt sehr langsam und unsicher fort.

Diese Fahrweise fiel einer Polizeistreife auf. Die Beamten stoppten den Wagen auf der Oststraße und stellten den Fahrer zur Rede. Diesem fiel schon das Aussteigen äußerst schwer. Endlich draußen, legte der 22-Jährige einen schlurfenden Gang und eine undeutliche Aussprache an den Tag. Eine Blutprobe offenbarte „einen ordentlichen THC-Wert“. Und ein anschließendes Gutachten stellte eine relative Fahruntauglichkeit fest. Und so landete der Mann schließlich auf der Anklagebank des Amtsgerichts Meinerzhagen.

Dort präsentierte er sich am Dienstag sehr wortkarg. „Stimmt alles so“, gab er die Tat ohne Umschweife zu. Danach gab es nur noch kurze Ja- oder Nein-Antworten für den Richter. Gegenüber der Polizei hatte sich der Angeklagte redseliger gezeigt und angegeben, dass es sich bei dem Joint um seinen ersten gehandelt habe. Gemeint war wohl der erste der Woche, denn einige Zeit später korrigierte er sich und räumte ein, jede Woche zu „kiffen“.

Der Halveraner stand nicht zum ersten Mal vor einem Richter. Er musste sich bereits wegen „fahrlässigen Duldens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ und Unfallflucht verantworten. Ein Punkt, den der Staatsanwalt auf der Seite der gegen den Angeklagten sprechenden Umstände sah. Zwar habe der Mann nur wenige Vorstrafen, alle hätten allerdings mit Delikten im Straßenverkehr zu tun. Er forderte eine Geldstrafe von 400 Euro und eine Führerscheinsperre von sieben Monaten. Dem schloss sich der Vorsitzende an. Der Angeklagte hatte nichts dazu zu sagen.

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