Geldbuße für 22-Jährigen bleibt

Meinerzhagen - Von der Sonne geblendet, rammte ein 22-Jähriger am 31. Dezember vergangenen Jahres mit seinem Pkw einen Blumenkübel auf der Goethestraße in Meinerzhagen – Fremdschaden 450 Euro.

Anstatt die Polizei zu rufen und den Unfall zu melden, floh der Mann anschließend nach Hause. Dort standen kurze Zeit später Polizeibeamte vor der Tür.

Für sein Verhalten war dem Mann ein Strafbefehl über 400 Euro zugegangen. Gegen diese Entscheidung legte der Meinerzhagener Einspruch ein. Und so musste er sich jetzt im Amtsgericht Meinerzhagen dem Vorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs und der Unfallflucht stellen.

Die Tat räumte der Angeklagte sofort ein. Umso verwunderter zeigte sich der Richter über den Einspruch gegen den Strafbefehl. Schließlich habe es ja noch nicht einmal ein Fahrverbot gegeben. „Aber drei Punkte“, warf der Angeklagte ein. Auf die würde er doch lieber verzichten. Die Punkte gebe es bei einem solchen Unfall automatisch, klärte der Richter den Meinerzhagener auf. Der Verteidiger versuchte daraufhin, auf die besonderen Umstände des Geschehens aufmerksam zu machen. Da der 22-Jährige kein Handy dabei gehabt habe, sei er schnell nach Hause gefahren, um von dort aus die Stadt anzurufen. Dann sei aber schon die Polizei gekommen.

Gegenüber den Beamten hatte der Angeklagte jedoch eine ganz andere Version zum Besten gegeben als im Gerichtssaal. Direkt nach dem Unfall hatte er laut Polizeianzeige nämlich gesagt, sich erschrocken und nicht gewusst zu haben, was er tun sollte. Deshalb sei er nach Hause gefahren, um das weitere Vorgehen mit seinen Eltern zu besprechen. Diese Angaben hätte sein Mandant im Schockzustand gemacht, erklärte der Verteidiger, der sich schließlich kurz mit dem Angeklagten für ein Gespräch zurückzog. Das Ergebnis: Rücknahme des Einspruchs. Damit bleibt es für den nicht vorbestraften 22-Jährigen bei der Geldbuße von 400 Euro.

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