Südwestfalen im Jahr 2030: Ziele stehen fest

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Volles Haus in Valbert: Mehr als 200 Gäste hatten sich im evangelischen Tagungszentrum Haus Nordhelle eingefunden, um Ideen und Konzepte für die Region zu sammeln.

Meinerzhagen - Weniger hoch als viel mehr heiß her ging es am Donnerstag im Haus Nordhelle: Mehr als 200 Gäste waren der Einladung der Südwestfalen-Agentur zum 2. Südwestfalentag gefolgt – und es war angesichts der hochsommerlichen Temperaturen eine Veranstaltung, die den Teilnehmern nicht nur mental einiges abverlangte.

Immerhin wies Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur, schon recht früh darauf hin, dass es diesmal – anders als im vergangenen Jahr – im Anschluss eine kühle Abkühlung in Form von Gerstensaft geben würde. Vor dem Vergnügen hatten die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – darunter auch die Regierungspräsidentin des Bezirks Arnsberg Diana Ewert – allerdings zunächst die Arbeit zu absolvieren: Und die beschäftigte sich mit der Zukunft der Region.

„Eine Region braucht eine Vision – wie kann diese aussehen?“ Diese Frage hatten die Organisatoren an den Anfang der Veranstaltung gestellt, die vor allem Nachhaltigkeit in den Regionaleprozess 2013 hineinbringen soll. Dass dieser Prozess nicht der letzte seiner Art sein könnte, deutete Thomas Gemke als Aufsichtsratvorsitzender der Südwestfalen-Agentur bereits im Haus Nordhelle an, doch auch unabhängig von einer weiteren Regionale wollen die Akteure weitere Ideen für Südwestfalen entwickeln.

Wie genau solche Ideen – oder Visionen – entstehen können, umriss Prof. Dr. Ursula Stein, Geschäftsführerin des Stadt-, Regional- und Freiraumplanungsbüros Stein und Schulz, in einem kurzen Impulsvortrag. Anhand der Themen Nachhaltigkeit, Kraftfeld und Vision blickte sie auf die Konzepte anderer Regionen. Allerdings, so machte die Rednerin deutlich, müsse bei allem Mut zu Neuem auch die Machbarkeit und die Offenheit gegenüber anderer Akteure erkennbar sein.

Als Einstieg in die „Themeninseln“, auf denen die Besucher anschließend miteinander ins Gespräch kommen konnten, erläuterten Dr. Stephanie Arens, Marie Ting und Hubertus Winterberg im Namen der Südwestfalen-Agentur anhand dreier Leitziele, wie ihre Zukunftsvision Südwestfalens aussehen kann: Demnach müsse Südwestfalen:

- bundesweit bekannt sein für kooperatives Miteinander,

- die stärkste Region für den industriellen Mittelstand in Deutschland und

- der Inbegriff für attraktives Leben, Arbeiten und Erholen sein.

Die Wege dorthin waren in einem Entwurf zur „Vision 2030“ bereits vorgezeichnet. Im Zuge des Südwestfalenforums wurden einzelne Maßnahmen nun vertieft: Denkbar seien etwa Mitmach-Kampagnen für Bürger, die Gründung einer regionalen „Gründerszene“ oder auch ein intensiverer Dialog mit der Jugend.

Die Hinweise aus Valbert sollen nun in den Entwurf des Visionspapiers eingearbeitet und in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

In jedem Fall, so Thomas Gemke, der zugleich als Landrat des Märkischen Kreises vor Ort vertreten war, biete die „Vision 2030“ eine solide Grundlage für eine mögliche Bewerbung Südwestfalens für die Regionale 2022 oder 2025.

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