Langer Feuerwehreinsatz

Giftige Chemikalie sorgt für langen Feuerwehreinsatz

Meinerzhagen - Die kürzeste Nacht des Jahres entwickelte sich für die Meinerzhagener Feuerwehr zu einer äußerst langen: Nachdem sie zunächst zu einem Brand am Rottland gerufen worden waren, hatte es die Einsatzkräfte später mit einer nicht ungefährlichen Chemikalie zu tun.

Zunächst waren 44 Kräfte des Löschzugs 1, der Löschgruppe Willertshagen sowie des DRK jedoch zu einem Betrieb Am Rottland gerufen worden: Um 21.18 Uhr war dort die Absauganlage eines Härteofens in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, ein Mitarbeiter der Firma begab sich zur Untersuchung ins Kreiskrankenhaus Hellersen. Der Sachschaden, so berichtet die Feuerwehr, sei gering.

Chemikalie schwer zu identifizieren

Am Dienstagabend musste die Wehr zunächst zu einem Betrieb Am Rottland ausrücken.

Zur Ruhe kamen die Einsatzkräfte der Löschgruppe Willertshagen allerdings nicht: Schon kurz vor 1 Uhr in der Nacht ging der Melder erneut - diesmal wurde die Wehr zu einer vermeintlichen Ölspur gerufen: Bei der Flüssigkeit, die sich auf der Strecke von der Autobahnabfahrt bis zur Spedition Heuel am Darmcher Grund zog, handelte sich allerdings um eine giftige Chemikalie namens Triethylendiamin, die zur Herstellung von Styropor dient und als äußerst giftig und ätzend eingestuft wird. 

Bis zur genauen Klärung des Sachverhalts durch Experten musste der betroffene Bereich großflächig abgesperrt werden, bis ein Reinigungsfahrzeug der Firma Lobbe zur Entfernung der Chemie-Spur anrückte. Die Feuerwehr reinigte indes den Platz der Spedition sowie das betroffene Fahrzeug.

Wie sich herausstellte, hatte der Lastwagen vier 210-Liter-Fässer der giftigen Chemikalien geladen. Eines der Fässer war Leck geschlagen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand, auch zu Umweltschäden sei es nicht gekommen, wie die Polizei mitteilte. Die Südumgehung war von 1 bis etwa 5 Uhr komplett gesperrt.

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