Eiskeller an der Volmestraße erhält einen neuen Zugang

Stein auf Stein und die meistens auch noch passgenau zugeschnitten. So entsteht die Natursteineinfassung des neuen Eiskellerzugangs in der Lücke der Betonwand an der Volmestraße. - Foto: Helmecke

Meinerzhagen - Während die Tiefbaufirma Kriesten an der Volmestraße gerade mit dem letzten Abschnitt der neuen Betonwand an der Volmestraße beschäftigt ist und damit die Voraussetzung für den neuen Geh- und Radweg schafft, arbeitet ein anderer Handwerker in unmittelbarer Nachbarschaft.

Michael Dango, Inhaber der Meinerzhagener Firma Dango Design Natursteinhandel & Baudienstleistungen, ist dort zurzeit dabei, den neuen Zugang zu einem der dort vorhandenen ehemaligen Eiskeller herzustellen.

Die beiden in diesem Bereich vorhandenen unterirdischen Gewölbe im Böschungsbereich existieren zwar schon viele Jahrzehnte, in das „breitere“ Bewusstsein der Meinerzhagener sind sie aber erst durch die Bauarbeiten an der neuen Geh- und Radwegtrasse und die Berichterstattung der MZ darüber gerückt.

Bislang verriegelten zwei Stahltüren die beiden Kellerräume, von denen der größere rund vierzig Meter ins Erdreich und damit bis etwa an die hinter den Häusern liegende Eisenbahnstrecke Richtung Kierspe heranreicht.

Nach dem Willen des Rates (MZ berichtete), soll dieser Stollen – der kleinere nicht – nun auch für die Nachwelt erhalten werden und damit ein baulicher Zeitzeuge werden. Allerdings ist, zumindest im Moment, keine Aus- und Umgestaltung oder anderweitige Nutzung angedacht, sondern lediglich eine „Einsichtsmöglichkeit“ des Inneren.

Wie diese erreicht werden kann, hatte Michael Dango in einer Entwurfsskizze aufgezeigt, welche letztendlich auch die Basis des an ihn vergebenen Auftrages darstellt.

Ein neuer Türrahmen aus Stahl, mit einer Abmauerung aus Natursteinen, fügt sich demnach „lückenlos“ in die vorhandene Betonwand ein. In ihn wird dann die zurzeit durch die Firma Stahlbau Lüttringhaus aufgearbeitete alte Stahltür eingesetzt.

Neben dem bereits vorhandenen Guckloch wird es in dieser eine Aussparung geben, welche Fledermäusen den Ein- und Ausflug ermöglicht. Und auch eine zeitweilige Beleuchtung des Gewölbes für die Betrachter, ist vorgesehen. Etwa 10 000 Euro sind insgesamt für die Herrichtung des Portals und der Nebenkosten vorgesehen.

Nach Ansicht einer überwiegenden Mehrheit in den städtischen Gremien, gut angelegtes Geld, um ein Stück Meinerzhagener Geschichte zu erhalten.

Nicht zuletzt wegen der reinen Handarbeit, bei der Michael Dango praktisch jeden Naturstein erstmal auf Maß zuschneiden muss, ist im Moment noch nicht genau absehbar, wann die Arbeiten abgeschlossen sind. Eine Hauptrolle dabei spielt natürlich auch das Wetter. Denn bei seinen Mauererarbeiten braucht Dango trockene Verhältnisse, damit am Ende ein fester Stand der Natursteinmauer gesichert ist.

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