Nur schwer zu verheimlichen: Diebesgut Kompressor

Meinerzhagen - Dass ihr Diebesgut ziemlich sperrig daher kam, hielt eine 23-Jährige nicht davon ab, einen Kompressor zu stehlen. Und zwar am 10. März aus den Auslagen eines Discounters in Meinerzhagen. Wert der Ware: 59,99 Euro.

Im hiesigen Amtsgericht räumte die Frau die Straftat sofort ein. Sie habe sich aufgrund eines Todesfalles in der Familie, der Trennung vom ihrem Freund und eines Umzugs in einer schwierigen Situation befunden.

Bezüglich des Diebstahl erklärte sie: „Ist halt dumm gelaufen, ne? Ich hatte kein Geld.“ Deshalb habe sie den Kompressor verkaufen wollen. Den recht großen Karton habe sie in eine Einkaufstasche gepackt und ein Tuch darüber gelegt.

Ihr Plan wurde jedoch von einer Kassiererin durchkreuzt. Die Mitarbeiterin hatte den Diebstahl bemerkt und die Meinerzhagenerin angesprochen.

„Es gibt jede Menge Vorbelastungen“, bereitete der Richter die Beteiligten auf die Verlesung des Auszugs des Bundeszentralregisters vor. Es folgten neun Eintragungen wegen Diebstahls, Betrugs, Unterschlagung und Drogendelikten.

Zuletzt war der Angeklagten am Tattag ein Strafbefehl von 1500 Euro wegen Diebstahls zugegangen. Negativ gewertet wurde dies allerdings nicht, da der Vorsitzende davon ausging, dass die 23-Jährige zum Zeitpunkt des Diebstahls noch nichts vom Strafbefehl wusste. Und so lautete das Urteil schließlich 1200 Euro Geldstrafe.

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