Stefan Valenthorn folgt seinem Bruder Frank als König

Stefan Valenthorn ist seit Samstag der neue König des Schützenvereins Rinkscheid. - Fotos: Müller

Rinkscheid -  Die Königswürde bleibt in der Familie und die Königsresidenz für ein weiteres Jahr in Spädinghausen. Denn Stefan Valenthorn holte am Samstag bei einem spannenden Wettkampf an der Vogelrute das äußerst widerspenstige „Federvieh“ von seiner Stange und qualifizierte sich damit als neuer Schützenkönig und Nachfolger seines bis dahin amtierenden Bruders.

Das wusste aber noch niemand, als sich die Rinkscheider Schützen nach dem Antreten mit dem Bus auf den Weg nach Spädinghausen machten, um die Majestäten Frank und Daniela Valenthorn von ihrer schön geschmückten Residenz abzuholen. Doch so mancher hegte schon die Hoffnung, dass der vier Jahre jüngere Bruder des Regenten, der sich schon im vergangenen Jahr dem Kampf um die Königswürde gestellt hatte, diesmal das Rennen machen würde.

Kaum hatten die alten Majestäten die Schützenfront abgeschritten und zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, begann es zu regnen. Und es regnete auch noch, als es längst Zeit für den Umzug durch Rinkscheid war, so dass der Marsch zu den Klängen des Musikvereins „Lyra“ Altenhof und des Spielmannzuges der Freiwilligen Feuerwehr Hemer in diesem Jahr leider ausfallen musste.

Stattdessen ging´s gleich zur Vogelrute, wo beim Insignienschießen zunächst ein anderer Familienname für Aufmerksamkeit sorgte: Florian Lück räumte die Krone (28. Schuss) und den Apfel (50. Schuss) ab. Schon mit dem nächsten Schuss ließ Peter Lück das Zepter fallen. Der 120. Schuss, abgegeben von Patrick Brühne, beseitigte den rechten Flügel, und mit dem 183. Schuss fiel auch der linke. Der Schütze war diesmal Thomas Lück.

Er gehörte neben Dirk Klinge, Tobias Czetina und Stefan Valenthorn zu den Königsaspiranten, die in einem zermürbenden Wettkampf dem Vogelrumpf zu Leibe rückten. Erst mit dem 339. Schuss wurde er von Stefan Valenthorn sauber in zwei Teile gespalten, so dass er um 16.48 Uhr seinen Platz in luftiger Höhe räumen musste.

Zu den ersten Gratulanten des neuen Königs gehörte Jana, die neunjährig Tochter des neuen Königs, die ihren Vater gemeinsam mit einem kleinen Fanclub zu dem auch Königin Daniela gehörte, lautstark angefeuert hatte. Zu seiner Königin wählte Stefan Valenthorn (39), der im richtigen Leben als Bankkaufmann bei der Volksbank Märkischer Kreis arbeitet, seine zwei Jahre jüngere Frau Stephanie.

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