Stadthallen-Zukunft

Grüne wenden sich in offenem Brief an den Bürgermeister

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Meinerzhagen - In einem offenen Brief wenden sich der heimische Grünen-Fraktionsvorsitzende Ingolf Becker und Karl Hardenacke, Sprecher im Grünen-Ortsverband, jetzt an Bürgermeister Jan Nesselrath. Es geht darin um die Zukunft der Stadthalle.

Nach Beckers und Hardenackes Ansicht zeichnen sich drei Szenarien ab: „Die Stadthalle erhält vom Landeskonservator einen Schutzstatus, dann sind Investitionen und eine professionelle Vermarktung erforderlich. Die Bürger entscheiden sich für den Erhalt der Stadthalle, dann sind ebenfalls Investitionen und eine professionelle Vermarktung erforderlich. Die Stadthalle fällt der Abrissbirne zum Opfer und es wird ein Einkaufscenter mit Veranstaltungssaal errichtet.“ Der letzte Fall sei noch nebulös und auch die wirtschaftlichen Folgen für die Kommune seien noch nicht bekannt beziehungsweise transparent. 

Mit Sanierung, Unterhaltung sowie Förderung des Einzelhandels habe man sich befasst und Ideen zusammentragen. „Unser Bestreben ist es, neben dem Erhalt der Kulturstätte Stadthalle, die Versorgung der Bürger zu verbessern und den Einzelhandel zu stärken.“ 

Bemängelt wird die Informationspolitik im Rathaus: „In Pressemitteilungen und sonstigen Statements hieß es, alle Fraktionen seien im Vorfeld der Veröffentlichung informiert gewesen, das ist unrichtig. Die Unterstellung, die Grünen würden den Ratsbürgerentscheid verhindern wollen, weisen wir entschieden zurück.“ 

Die Vorschläge der Grünen zum Erhalt der Stadthalle werden so formuliert: „Förderverein oder Stiftung einrichten. Heimische Firmen, Vereine, KuK, Verbände, Banken und Kirchen einbinden. Eine Bürgerbeteiligung durch Verkauf von Bausteinen, wie beim Bau der Stadthalle. Alternativ: Errichten einer ,Spenderwand’. Verwendbarkeit der Fuchs-Stiftung für die Sanierung klären.“ Außerdem wird die Bewerbung um Fördermittel angeregt. Auch eine Teilübernahme der Stadthalle durch einen privaten Investor wird angedacht. „Nebengebäude können eventuell baulich erweitert oder verändert werden. Voraussetzung: Die gastronomische Versorgung der Stadthalle wird berücksichtigt und gesichert.“ Auch die Kirchengemeinden könnten nach Ansicht von Becker und Hardenacke eingebunden werden. 

Marketingexperten sollen nach Ansicht der Grünen außerdem zur besseren Werbung und Vermarktung herangezogen werden. „Die Stadthalle als zentraler Veranstaltungsort für Theater, Konzerte, Lesungen, Messen, Märkte, Vorträge im obere Volmetal und Umgebung etablieren“, ist eine weitere Forderung. Und: „Das Kulturmanagement des oberen Volmetals sollte verstärkt eingebunden und die Kooperation mit Nachbarkommunen verstärkt werden.“ 

Auch die Kosteneinsparung durch verbesserte Nachhaltigkeit spielt für die Grünen eine große Rolle, ebenso wie die Stärkung des Einzelhandels und die Kaufkraftbindung. Dazu sei eine Erweiterung des Einzelhandelskonzepts in ein umfassendes Zentrenentwicklungskonzept nötig. Und auch dies: „Eine Alternative wäre, eine überdachte, wetter- und jahreszeitunabhängige Markthalle als bauliche Erweiterung innerhalb des Volmecenters zu errichten.“ Eine erneute Initiative zur Belebung der Hauptstraße wird ebenfalls angedacht.

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