Kommunikation sorgt für Unmut

Stadthalle entwickelt sich zu einem heißen Eisen

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Die großen Debatten um das Stadthallenumfeld sind gerade verklungen, da bilden sich zwei neue Lager innerhalb der Meinerzhagener Bürgerschaft: aus jenen, die die Stadthalle erhalten wollen, und jenen, die für das Gebäude keine Zukunft sehen.

Meinerzhagen - Die großen Debatten um das Stadthallenumfeld sind gerade verklungen, da bilden sich zwei neue Lager innerhalb der Meinerzhagener Bürgerschaft: aus jenen, die die Stadthalle erhalten wollen, und jenen, die für das Gebäude keine Zukunft sehen.

Die - natürlich nicht repräsentative - Umfrage auf come-on.de läuft weiter. Nachdem sich in den ersten Tagen nach Bekanntwerden der Pläne durch die MZ ein klarer Trend für den Bau eines Einkaufszentrums mit Veranstaltungssaal abgezeichnet hatte, ist der Anteil der Stadthallen-Befürworter deutlich gewachsen. 

Seit Beginn der Umfrage am 21. Juni wurden bis Dienstag, 14 Uhr, 1658 Stimmen abgegeben. In 38 Prozent aller Klicks wurde der Erhalt der Stadthalle als Veranstaltungsort gefordert. Auf den gleichen Anteil kommt die Zahl derer, die dort an gleicher Stelle ein Einkaufszentrum nebst Veranstaltungssaal bevorzugen.

20 Prozent finden den Bau eines Einkaufszentrums ohne weitere Kriterien „gut“ und vier Prozent der Umfrageklicks entfallen auf solche Teilnehmer, denen die Thematik und ihr Ausgang offenbar „egal“ sind.

Neben den teils äußerst emotional geführten Diskussionen in sozialen Netzwerken und an Info-Ständen der Politik, erreichen die Redaktion zahlreiche Leserbriefe, die sich mit der Zukunft der Stadthalle eingehend beschäftigen. Dabei steht nicht nur das Für und Wider eines Stadthallen-Abrisses im Fokus, sondern auch die Art der Kommunikation dieses Vorhabens. 

Nach MZ-Recherchen wurden erste Fraktionsvertreter bereits Ende Mai über die Pläne der Stadtverwaltung in Kenntnis gesetzt. Konkret gefasst seien diese allerdings noch nicht, wie Bürgermeister Jan Nesselrath bereits in der vergangenen Woche gegenüber der Redaktion erklärte. Wie berichtet, müsste zunächst eine europaweite Ausschreibung des Projektes erfolgen – zuvor jedoch müsste der Rat einen Grundsatzbeschluss fällen. Im Gespräch ist eine Sondersitzung im August.

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