Sprachförderzentrum: "Die Schule" wird eingeweiht

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Für die Firma Fuchs durchtrennte Holger Müller (vorne links) zusammen mit Detlef Hahn das Eröffnungsband zum neuen Sprachförderzentrum „Die Schule“.

Meinerzhagen - Nur der Name auf dem Bushaltestellenschild direkt vor der Tür erinnert noch daran, dass einst die Fuchs-Betriebskrankenkasse in den Räumlichkeiten an der Derschlager Straße 23 untergebracht war. „Wir freuen uns sehr, dass wir dank der Initiative der Firma Fuchs hier heute unser Sprachzentrum eröffnen können“, sagte Detlef Hahn, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Sprachkurse, und betonte: „Sprache ist der Schlüssel zur Integration.“

„Die Schule“ heißt das neue Sprachförderzentrum, in dem künftig die Sprachkurse stattfinden sollen, die der Arbeitskreis Flüchtlinge anbietet. „Wir haben uns einfach daran orientiert, was die Asylsuchenden sagen, wenn sie von Sprachkursen reden“, berichtete Detlef Hahn und gab anlässlich der Eröffnung des neuen Zentrums für Sprachkurse einen Überblick über die Arbeit, die 16 ehrenamtliche Sprachkursleiter seit geraumer Zeit leisten. 

Bis April hätten 120 Teilnehmer das Sprachangebot des Arbeitskreises Flüchtlinge, das auf der Grundlage des europäischen Referenzrahmens für Sprachen durchgeführt werde, genutzt und an Vorkursen und Aufbaukursen teilgenommen. „Wir müssen aber auch mit einer Menge Leute umgehen, die das ABC nicht kennen und keine Schulbildung haben“, berichtete Hahn aber auch von den Schwierigkeiten, denen die Mitglieder des Arbeitskreises bei ihrer Arbeit begegnen.

Raumproblem gelöst

Umso erfreulicher sei es, dass mit dem Sprachförderzentrum das Raumproblem gelöst werden konnte, das sich besonders in den Ferien stellte, wenn Räumlichkeiten in Schulen nicht genutzt werden konnten. Weitere Räume werden von den Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt. 

Die Bestuhlung für die neue Einrichtung konnte vom DRK Meinerzhagen übernommen werden, unterstützt worden sei die Arbeitskreis außerdem von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen und der Stadt Meinerzhagen. Stellvertretend bedankte sich Helmut Klose, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, bei den Ehrenamtlichen, die unermüdlich im Einsatz seien: „Sprache ist ein wichtiges Handwerkszeug für Integration.“ 

Sprachkurse geplant

Auch Rolf Puschkarsky, Vorsitzender des Sozialen Bürgerzentrums „Mittendrin“, zeigte sich dankbar über die Entwicklung. Als das Bürgerzentrum 2008 gegründet worden sei, habe man noch nicht an Flüchtlinge gedacht: „Im Laufe der Zeit verändern sich Dinge und wir haben uns der Probleme angenommen.“ Es sei wichtig, dass Sprachkurse stattfinden, „denn wenn die Vokabeln fehlen, wird es schwierig.“ 

Dies unterstrich auch Michael Wirt vom Fachbereich Migration des Diakonischen Werks, der im Auftrag der Stadt Beratungsstunden im Sprachförderzentrum anbieten wird. Es seien viele kleine Details, die die Menschen in ihrem Alltag zu bewältigen hätten, berichtete er. „Ohne Sprache ist das schwierig.“ 

Für den Arbeitskreis Flüchtlinge wird auch Hejo Lobner Beratungen in der „Schule“ durchführen, die damit auch eine weitere Anlaufstelle für Asylsuchende ist.

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