Sicherheitstraining: 53 junge Leute stehen Kopf

Da wird auch die schönste Frisur ein Opfer der Schwerkraft. Im Ernstfall wäre wohl keiner von den Insassen nervlich zu einem Selfie bereit gewesen.

Valbert - Insgesamt waren es 53 junge Menschen, die sich im Laufe dieser Woche im Haus am Ebbehang einquartiert hatten. Aufgebrochen im niedersächsischen Lemförde, im nordrhein-westfälischen Eitorf und dem rheinland-pfälzischen Ahrweiler, stand allerdings nicht ein Kurzurlaub im Sauerland auf ihrem Programm.

Gemeinsam mit vier Betreuerinnen und Betreuern wollte die Gruppe etwas zum Thema „Sicherheit in den verschiedensten Lebenslagen“ erfahren. Organisiert hatte das Ganze ihr Arbeitgeber, die Firma ZF, bei dem die jungen Leute des Monats ihre Ausbildung an den verschiedensten Standorten gestartet hatten. Diese absolvieren die Azubis in ganz unterschiedlichen Firmenbereichen. So waren denn auch sowohl die kaufmännischen Berufssparten, als auch die gewerblichen Bereiche vertreten.

Neben theoretischen Einheiten und Vorträgen unter anderem über Arbeitssicherheit und die Sicherheit beim Umgang mit dem Internet im Allgemeinen und in den sozialen Netzwerken gab es bei bestem Wetter auf dem Koppenkopf rund um das Haus am Ebbehang ebenso praktische Trainingseinheiten.

Dazu hatten die Betreuer unter anderem gemeinsam mit der Verkehrswacht Niedersachsen auf dem Bolzplatz einen Parcours für eine Übungsfahrt mit dem Kettcar aufgebaut. Der Sinn dieser anfangs für die Teilnehmer etwas „spaßig“ anmutenden Teststrecke war jedoch hintergründig.

Während der Fahrt galt es, auf dem mitgeführten Smartphone Nachrichten zu lesen, auf Plakaten in Texten „versteckte“ Zahlen zu addieren und dabei nicht aus der Spur zu geraten. Und dies alles natürlich in möglichst kurzer Zeit.

Keiner von den so geprüften Fahrerinnen und Fahrern hatte am Ende Zweifel daran, dass das Ergebnis einer gerade veröffentlichten Studie zum Thema Handynutzung im Auto richtig ist: Man wird abgelenkt und die Folgen bei einem Unfall können fatal sein. Wie fatal, konnten die Auszubildenden direkt an der nächsten Übungsstation erleben. Im sogenannten Überschlagssimulator ging es im wahrsten Sinne des Wortes rund.

Zu viert stieg man in den in einer Drehvorrichtung eingespannten VW Beatle ein. Angeschnallt und auf die Dinge wartend, die da kommen sollten, waren die Insassen noch fröhlich und entspannt. Spätestens nach dem ersten Überschlag in der Längsachse, war es damit aber vorbei. Zunächst kreischend und dann froh, dass nach knapp zwei Umdrehungen ein Stillstand eintrat, hingen die Insassen kopfüber im Auto. Die Befreiung aus einer derartigen misslichen Lage hatten die Azubis zuvor mit dem Instruktor der Verkehrswacht geübt. Und so bekamen am Ende alle wieder sicheren Boden unter ihre Füße.

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