Lennart Schipper Valberter Schützenprinz

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Ein glücklicher Moment für den neuen Prinzen Lennart Schipper (links) und seine Prinzessin Anna Kim Wockel (rechts). Am Sonntag um 17.15 Uhr stand der neue Regent in Valbert fest.

Valbert - Als Lennart Schipper am Sonntag um 17.15 Uhr die Arme hochriss und von den Jungschützen als neuer Prinz in Valbert gefeiert wurde, gab es zwei faire Unterlegene, die dem 20-Jährigen sofort gratulierten.

In dem Krimi, den sich Schipper, Tobias Frey und Marco Scharpe lieferten, konnte am Ende leider nur einer gewinnen.

Verdient hätten es alle drei. „Der eine schießt den Vogel schief, der nächste wieder gerade“, kommentierte Schießmeister und Hauptmann Florian Wilkes den spannenden Wettbewerb unter der Vogelrute: „Nach dem Schießen machen wir übrigens einen Brennholzverkauf.“ Die Jungschützen holten den zähen Vogel nämlich wie im vergangenen Jahr stückchenweise mit der „dicken“ Munition aus dem Kugelfang. Die beiden größten Batzen, beide Flügel, schoss Tobias Frey ab: „Das ist der Trostpreis.“

Zu Beginn hatten noch Marius Mann, Jacques Hiber, Fabian Hoff, Jean-Philipp Siegers und Alexander Lamminger mit auf den Holzadler gehalten, bevor Schipper, Scharpe und Frey sowohl ihre eigenen als auch die Nerven der Zuschauer strapazierten. Mit dem 64. Schuss Brennecke setzte Lennart Schipper bei dem wohl spannendsten Prinzenschießen seit Jahren den Schlusspunkt. Zu den ersten Gratulanten zählte Prinz Joel Lück, der seinem Adjutanten mit Tränen in den Augen um den Hals fiel.

Am Abend wurden der 20-Jährige, der eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker absolviert, und seine Prinzessin Anna Kim Wockel (20) in der Ebbehalle gekrönt.

Begonnen hatte der zweite und letzte Festtag mit einem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen auf dem Denkmalplatz. Dabei sicherte sich Reinhard Becker, der seit vielen Jahren extra zum Fest aus Belgien anreist, die Frühschoppenkönigswürde mit einem gezielten Wurf auf den Styroporvogel.

Beim Antreten zum großen Festzug am Nachmittag, an dem auch die beiden Kiersper Schützenvereine (KSV und ASV) teilnahmen, gab es von Oberst Dirk Pies und dem Vorsitzenden Dominik Busch für den einen oder anderen nochmal Strafexerzitien und Nachhilfe im korrekten Grüßen. „Das sieht bei Ihnen aus wie ein Cocktailschirmchen!“, ermahnte Busch Zugführer Axel Oehm, der zuvor schon Kniebeugen mit vorgehaltenem Barkenständer absolvieren musste. Auch Fahnenoffizier Oliver Gingter (Pies: „Sie sollen nicht diskutieren, sondern akzeptieren“) wurde im Laufschritt „eine Runde um den Pudding“ geschickt, bevor sich der prächtige Festzug mit musikalischer Begleitung des Musikvereins „Lyra“ Altenhof und des kurzfristig engagierten Spielmannszugs Herringen durchs Dorf schlängelte.

Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal im Park mahnte Pastor Ludwig Opahle an diesem Tag, Hass nicht mit Hass zu vergelten, sondern die Spirale der Gewalt durch gegenseitiges Zuhören und miteinander Reden zu durchbrechen. Der katholische Geistliche sagte dazu: „Wer mit Gott droht, der hat nicht verstanden. Gott ist ein Gott des Friedens und jeglicher Fundamentalismus bringt nichts.“

Pokalschützen ausgezeichnet

Beim Schützenfest-Frühschoppen am Sonntag zeichnete Oberst Dirk Pies in Valbert die erfolgreichen Pokalschützen aus. Dies waren Felix Berger (Schüler), Jacques Hiber (Jungschützen/Jugend), Katrin Gräwe (Damen), Peter Szymczak (Allgemein), Michael Herten (Sportschützen), Joel Lück (Prinzenpokal) und Sascha Sommer (Königspokal). Bei den Mannschaften siegte das Team „Mission Jungschützinnen“ mit Katrin Gräwe, Lea Wockel, Jana Scharpe, Carola Hafner und Alina Jung in der Damenklasse; bei den Herren war die Mannschaft „Ziellos glücklich“ mit Florian Wilkes, Dominik Busch, Pascal Busch, Dennis Beckmeyer und Christian Kretschmann erfolgreich.

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