Bürgerradweg nimmt Form an

Die Arbeiter werden beim Bau des Radweges durch die Leitplanken geschützt – so wie bald auch die Radfahrer. - Foto: Helmecke

Valbert - Während die Arbeiter der Firma Straßen- und Tiefbau aus Kirchhundem entlang der L 539 mit der Anlegung der Trasse des neuen Bürgerradweges zwischen Valbert und Hösinghausen beschäftigt sind, werden sie durch die Schutzplanke vor dem Verkehr geschützt.

Genau diesen Schutz, so der Zeitplan eingehalten werden kann, erhalten auch die Fußgänger und Radfahrer auf diesem Streckenabschnitt ab Ende Oktober. Dann soll nach gut drei Monaten Bauzeit die sichere Verbindung im unteren Bereich der Robchestraße beginnen und in Hösinghausen an der Pump- und Trafostation enden.

 Dass der Weg gebaut wird, stand schon im März 2013 fest. Damals hatte der zuständige Mitarbeiter des Landesbetriebes vor Ort schon grundsätzlich grünes Licht gegeben und damit eine Initiative des Hösinghausers Ralf Conrady und seiner Mitstreiter belohnt.

Für die jetzt laufende Umsetzung der Maßnahme bedurfte es aber zunächst einer umfangreichen Planung. Diese wurde zusätzlich unter anderem auch wegen wasser- und naturschutzrechtlicher Belange nicht erleichtert.

So musste wegen des im Bereich der angedachten Linienführung vorhandenen Gewässers, das nach den Plänen zumindest in Abschnitten ursprünglich nur als Straßenentwässerungsgraben verzeichnet war, nach anderen Lösungen gesucht werden.

Eine geänderte Trassenführung, die etwas weiter von der Landstraße entfernt liegt, führt nun zum Ziel. Allerdings bedurfte diese Umplanung einer Mitwirkung einiger Anlieger. Die Bereitstellung von Teilen ihrer Grundstücksflächen war nötig.

„Wir freuen uns über die Bereitschaft der Hösinghauser Anlieger der Wegetrasse, uns das Eigentum zu überlassen“, lobte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck in diesem Zusammenhang. Letztendlich war mit ihnen dann die Basis für eine Vereinbarung, bei der das Land die Baukosten übernimmt und die Stadt sich mit den anfallenden Ingenieurkosten für die Planung und die Bauleitung beteiligt, geschaffen.

Insgesamt rund 390 000 Euro beträgt das Volumen des Auftrages an die Firma Straßen- und Tiefbau. Zunächst leistet die Stadt diese Summe vor. Nach Beendigung der Arbeiten erfolgt die Erstattung durch den Landesbetrieb Straßen, abzüglich der restlichen Kosten von etwa 57 000 Euro für die Planung und Bauleitung, welche von der Stadt getragen werden.

Während sich an der L 539 augenscheinlich etwas in Sachen Geh- und Radweg „bewegt“, ist es bei einem weiteren Projekt noch nicht so weit. Der seit einiger Zeit auch für den Bereich der Ortsdurchfahrt Hunswinkel angedachte Weg soll im Herbst erneut auf dem gemeinsamen Gesprächszettel des Landesbetriebes und der Stadt stehen.

Anvisiertes Ziel beider Behörden: Auch in Hunswinkel und weiter entlang der Listertalsperre soll ein sicherer Weg entstehen. In Anbetracht der teilweise recht beengten Platzverhältnisse, besonders im Abschnitt Heiligenberg, ein ehrgeiziges Unterfangen.

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