Olympiade mit Meinerzhagener Beteiligung

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Auf Wiedersehen Meinerzhagen, olá Rio de Janeiro! Pauline Laufer hat ihren Deutschland-Koffer gepackt, um zwei Wochen in der brasilianischen Metropole zu verbringen. Rechts oben klicken für das komplette Foto.

Meinerzhagen - Wenn sich in den kommenden zwei Wochen die „Jugend der Welt“ in Rio de Janeiro zu den 31. Olympischen Spielen trifft, wird auch das 9600 Kilometer entfernte Meinerzhagen vertreten sein – und zwar in Person von Pauline Laufer.

Wenngleich die Meinerzhagenerin nicht um Medaillen kämpft, ist sie doch ein Teil der großen olympischen Bewegung: Als eine von 50 Jugendlichen darf sie am Deutschen Olympischen Jugendlager (DOJL) teilnehmen.

Dies ist zweifellos eine weitere große Ehre für die 18-Jährige, die aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements bereits im vergangenen Jahr zum Empfang des Bundespräsidenten in Berlin eingeladen worden war.

Und dieses Engagement war auch diesmal Grund für die Nominierung Laufers in die 50-köpfige Gruppe, die sowohl aus Ehrenamtlern als auch aus Leistungssportlern besteht.

„Im Herbst 2015 konnte man sich für das Jugendlager bei der Deutschen Sportjugend bewerben“, blickt Pauline Laufer zurück. „Kurz vor Weihnachten haben wir dann einen Brief bekommen, in dem mitgeteilt wurde, wer nach Rio fahren darf.“ Dass die Freude im Hause Laufer groß war, wundert kaum.

Nachdem bereits im Mai in Köln ein Vorbereitungstreffen stattfand, erhielten die Teilnehmer auch noch eine spezielle Teamausrüstung, die sie als deutsche Vertreter bei Olympia erkennbar macht – und gestern startete dann der Flieger gen Rio, wo nun ein abwechslungsreiches Programm auf die jungen Leute wartet.

Laut Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB), unter dessen Dach das Olympische Jugendlager stattfindet, sind mehr als 30 Sportarten durch die Jugendlichen in Rio vertreten. Viele engagieren sich ehrenamtlich als Übungsleiter, Jugendvertreter oder Juniorteamer im Sportverein oder -verband und repräsentieren die Vielfalt und die Zukunft des deutschen Sports. So wie Pauline Laufer: Die passionierte Reiterin ist ehrenamtlich im Stadt- und Kreissportverband aktiv, im Reitverein und auch in der Sportjugend Nordrhein-Westfalen.

Bis zum 18. August wird die Meinerzhagenerin nun mit den anderen Jugendlichen in der Deutschen Schule Corcovado in Rio untergebracht sein. Auf dem Programm stehen Besuche von Wettkämpfen und eigene sportliche Aktivitäten, kulturelle Unternehmungen, Dialogforen, Workshops und Diskussionsrunden mit Olympiateilnehmern sowie Politikern. Zentrales Anliegen sei allerdings auch das Kennenlernen der Lebensrealität der Jugendlichen vor Ort. „Der Sportnachwuchs bekommt unter anderem Einblicke in soziale Projekte der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) und soll sich in Rio ein eigenes Bild von der Situation in Brasilien machen“, sagt Benny Folkmann, der Leiter des Deutschen Olympischen Jugendlagers und Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend.

„Die olympischen Erfahrungen stehen im Einklang mit dem interkulturellen Austausch vor Ort. Für alle Beteiligten sind Werte wie Fairness, Toleranz und Freundschaft auch über das Ereignis hinaus von Bedeutung“, ergänzt Tobias Knoch, der Direktor der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und stellvertretender Leiter des DOJL in Rio.

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