Konzert begeistert Zuhörer

110 Musiker folgten am Dienstagabend dem Taktstock von Cornelius Frowein bei einem Werkstattkonzert der Musikschulen Volmetal und Engelskirchen. - Fotos: Müller

Meinerzhagen - Gleich zu Beginn des Werkstattkonzerts, mit dem die Musikschulen Volmetal und Engelskirchen am Dienstagabend ihre erfolgreiche Zusammenarbeit ein weiteres Mal unter Beweis stellten, musste das Publikum Ausdauer beweisen, denn es dauerte eine ganze Weile, bis alle 110 Akteure mit Beifall begrüßt worden waren und auf der Bühne ihre Plätze eingenommen hatten.

Drei Musikstücke des deutschen Komponisten und Arrangeurs Josef Bönisch (Jahrgang 1935) bildeten den festlichen und beschwingten Auftakt des eineinhalbstündigen Sinfoniekonzerts, bei dem Cornelius Frowein, Leiter beider Einrichtungen, den Taktstock führte. Mit dem rasanten Galopp aus Gioacchino Rossinis „Wilhelm Tell“ legte das Orchester dann noch einmal Tempo zu.

Zahlreiche Lehrkräfte hatten das Programm mit den jungen Musikern einstudiert, die aber nur an zwei Wochenenden Gelegenheit gehabt hatten, im Rahmen eines Workshops gemeinsam zu proben. Dabei habe man vor allem den jüngeren Musikern die Chance geben wollen, in einem Sinfonieorchester mitzuspielen, „denn sie haben schon eine Menge drauf“, erläuterte der Dirigent.

Das zeigten dann auch beim Concerto in a-moll von Antonio Vivaldi die Solistinnen Amelie Westerkamp und May Herbrandt mit ihren Violinen. Nach der Teilnahme an drei Wettbewerben „Jugend musiziert“ sind die beiden Viertklässlerinnen schon „alte Hasen“ auf der Konzertbühne. Ein Blockflötenensemble mit Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass und Großbass präsentierte anschließend mit dem Konzert in F-Dur von Georg Friedrich Händel das ganze Klangspektrum eines Instruments, dessen Möglichkeiten häufig unterschätzt werden.

Damit weitere Solisten Gelegenheit hatten, ihr Können zu zeigen, waren immer wieder Umbauarbeiten auf der Bühne notwendig, und nur darin zeigte sich der Werkstattcharakter dieses Konzerts. Neben der Ouvertüre zu Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“ wurde dem Publikum das Allegro aus dem Concerto in D-Dur für Gitarre und Streicher geboten, bei dem Benjamin Tanzius auf der Gitarre begeisterte, sowie das eingängige und romantische „Warschauer Konzert“, das Richard Addinsell (1904 bis 1977) für den Film „Dangerous Moonlight“ im Stile von Sergei Rachmaninow geschrieben hatte. Jörg Pietschmann, noch ein wenig aufgeregt, weil sich seine Noten erst kurz vor dem Auftritt wiederfanden, meisterte das Stück, mit dem der Komponist Weltruhm erlangte, mit Bravour und erntete, ebenso wie alle Akteure, begeisterten Applaus.

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