Unterwegs mit einem martialischen Mini

+
Ein Mann und seine Hobbys. Murat Kececi verbringt nicht nur viel Zeit mit seinem Mini. Auch das Bodybuilding und die Fitness, gehören in seine Freizeit.

Meinerzhagen - Dass ein Auto schon mal das liebste Spielzeug und der ganze Stolz seiner Besitzer sein kann, ist nicht wirklich neu. Und auch die Tatsache, dass oft viele Stunden für die Pflege aufgewandt und stattliche Summen für Tuningteile, nebst sonstigem Zubehör ausgegeben werden, kommt häufiger vor. Der 39 Jahre alte Murat Kececi hat jedoch bei seinem Mini John Cooper Works eine besonders intensive und unübliche Umgestaltung vorgenommen.

In Bergisch-Gladbach geboren, wohnt er seit gut einem Jahr in Meinerzhagen. Hier arbeitet er im Auftrag einer Firma für Maschinenreinigung und Wartung in der Firma Otto Fuchs.

Der gelernte Maler und Lackierer kaufte seinen Flitzer vor rund fünf Jahren. Zuvor war er mit einem Quad auf den Straßen unterwegs. „Ich hatte schon bei meinem Quad angefangen, meine Ideen zu verwirklichen“, erzählt er im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung. Und diese Ideen, die viel mit seinen Filmhelden der Jugend zu tun haben, sind auch jetzt für den „Bauplan der besonderen Art“ verantwortlich.

Dementsprechend findet der Betrachter des Innenraumes Gegenstände, die schon Arnold Schwarzenegger als Terminator oder das „A-Team“ immer griffbereit hatten. Aber ebenso liegen dort, wo normalerweise die Rücksitze und der Kofferraum zur Verfügung stehen, Requisiten aus der Ritterzeit neben dem Warndreieck und dem Verbandskasten – alles in einer auf den ersten Blick etwas unordentlich wirkenden Anordnung.

„Für mich ist das so eine Art Kunstwerk und natürlich ein Hobby, an dem ich immer etwas arbeite“, sagt Kececi. Nach und nach sind bei dieser Arbeit die Originalteile entfernt und gegen originellen Ersatz ausgetauscht worden. Ein Blick auf die Kopfstützen macht das sofort deutlich. Wichtig für Murat Kececi ist es, dass alle Umbauten und Ergänzungen legal sind und er natürlich den entsprechenden Nachweis erbringen kann. „Ich wäre auch ganz schön dumm, wenn es anders wäre. Denn mein Auto ist so einzigartig, dass sich bestimmt jeder daran erinnert“, sagt er mit einem breiten Lächeln. Dieser Wiedererkennungswert bezieht sich aber längst nicht nur auf den Innenraum des Mini. Denn nachdem dieser weitestgehend fertig war, legte Murat auch außen Hand oder besser gesagt: den Hammer an.

Zahlreiche Beulen, auffällige Farbgestaltungen und Motive lassen zwar den Liebhaber von blank geputzten Karossen erschaudern, aber ebenso ziehen sie die Blicke der neugierigen Betrachter an. Gehen diese näher an den Mini heran, erkennen sie, dass vermeintliche Nieten und Schweißnähte im Blech kleine Kleckse und längere Streifen aus der Heißklebepistole sind. Alleine diese Sisyphusarbeit habe Stunden oder eher Tage in Anspruch genommen.

Mit einem Sportauspuff wird das rollende Kunstwerk noch akustisch „abgerundet“. Gut 40 000 Euro hat die „Basisversion“ gekostet, wie viel weiteres Geld er zwischenzeitlich in das Unikat gesteckt hat, verrät Murat Kececi übrigens nicht. Gerne gibt er aber mehr zu einem weiteren Hobby preis: dem Bodybuilding. 2012 gewann er in der Klasse bis 70 Kilogramm die internationale NRW-Meisterschaft und trainiert auch heute noch täglich eine Stunde seine Fitness.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare