GWK: Investition als Bekenntnis zum Standort

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Einst Battenfeld, später Pampus, jetzt GWK: eine der Produktionshallen in Scherl.

Meinerzhagen - Die zurückliegenden Monate und Jahren waren für die Mitarbeiter der Firma GWK turbulent: Erst der Umzug von Kierspe nach Meinerzhagen im Jahr 2014, dann die betriebsbedingte Kündigung von 16 Mitarbeitern im März 2015 – und vor Kurzem die 98-prozentige Übernahme durch das Unternehmen technotrans.

Eine aufregende Zeit auch für die „neue“ Geschäftsführung aus Helmut Gries und Dr. Michael Zaun, die nach dem Ausscheiden von Patrick Zeppenfeld das GWK-Zepter in der Hand halten – und jetzt investierten.

Am Montag wurde am Hauptsitz in Scherl eine neue Laserschneidanlage in Betrieb genommen, die das auf Kühl- und Temperiertechnik spezialisierte Unternehmen fit für die Zukunft machen soll. Hinzu kommt ein Stickstofftank mit einem Fassungsvermögen von 20 000 Litern, der im Außenbereich aufgestellt wird und zur Kühlung des Festkörperlasers dient. „Die neue Anlage eröffnet unserer Fertigung ganz neue Möglichkeiten“, sagt Dr. Michael Zaun, Geschäftsführer Technik bei GWK. Sie besteche durch hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit und schneide insbesondere Baustahl profitabel in allen Blechdicken.

Dafür habe man einen hohen sechsstelligen Betrag in die Hand genommen. „Und das ist natürlich längst nicht alles, was wir seit dem Umzug nach Meinerzhagen investiert haben“, betont Helmut Gries. Der Geschäftsführer Marketing und Vertrieb spricht von einer Millionensumme, mit der man das ehemalige Pampus-Gebäude bezogen habe. Eine lohnende Investition, wie Gries und Dr. Michael Zaun, Geschäftsführer Technik, allen Unkenrufen zum Trotz betonen. „Wir platzten in Kierspe aus allen Nähten. Der neue Standort passt hingegen wie maßgeschneidert auf unsere Anforderungen“, sagt Zaun. Zum einen böten sich hier – anders als in der Nachbarstadt – weitere Expansionsmöglichkeiten. Zum anderen könnten die Arbeitsschritte großzügiger angelegt werden.

Mehr Platz, mehr Ordnung – ein Eindruck, der sich beim Gang durch die Produktionshallen festigt. Ist derzeit doch einmal Material abseits der dafür vorgesehenen Markierungen abgestellt, hat das seinen positiven Grund: „Wir haben momentan eine super Auftragslage“, sagt Helmut Gries. In der Folge seien zahlreiche Arbeitsbereiche mehr als nur ausgelastet. Allerdings ist am Meinerzhagener Standort nicht mehr der Raum das Limit, sondern die Zahl der Mitarbeiter. 400 arbeiten derzeit für GWK, aufgeteilt in 160 Angestellte, 193 gewerbliche Mitarbeiter und 47 Auszubildende in 18 verschiedenen Berufsfeldern.

Und: An der Mitarbeiterzahl soll auch die neue Gesellschafterstruktur nichts ändern – zumindest nicht im negativen Sinne. Wie berichtet, übernahm das Unternehmen Technotrans 98 Prozent der Anteile an GWK. Natürlich, so Helmut Gries, seien einige Mitarbeiter aufgrund der Veränderung zunächst besorgt gewesen. Aber: „Durch die neuen Marktpotenziale, die sich entwickelt haben, sehen wir eher die Möglichkeit zu wachsen“, sagt Michael Zaun. Selbst in dem kurzen Zeitraum seit Bekanntgabe der Übernahme seien erste positive Effekte, etwa für den Einkauf, spürbar. „Zudem werden wir beim Service profitieren, der bei Technotrans einen hohen Stellenwert hat“, sagt Zaun. Und auch die Fertigungstiefe sieht er als Vorteil für GWK: „Wir stehen nicht in Konkurrenz zu anderen Firmen, an denen Technotrans beteiligt ist.“

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