Martin Ackerschott neuer Schützenkönig im Listertal

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Nicht lang war der Weg, den die Listertaler Schützen bei ihrem Festumzug zurücklegen mussten.

Hunswinkel - „Schützen, wir haben keinen Investor gefunden. Es wird kein Einkaufszentrum gebaut im Listertal. Die Listerhalle wird nicht abgerissen, so können wir weiterhin unsere kulturellen Veranstaltungen dort feiern.“

So begrüßte Oberst Holger Körby die Schützen und Gäste des Schützenvereins Zur Listertalsperre zu Beginn des Festumzuges mit einem kleinen Seitenhieb auf die Meinerzhagener und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite.

Beeindruckend war das Bild der Gruppen, die sich beim Schützenfest in Hunswinkel für den Umzug aufgestellt hatten. Die Musikfreunde Schreibershof, die Grünkittel aus dem Listertal, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn-Listerscheid, der Hahnenverein, die Jungschützen sowie die anderen Schützen, alle standen sie bereit zum Losmarschieren.

„1400 Meter lang ist unsere Marschroute“, informierte sie Körby. „Das macht pro Person 82 Kilokalorien im Verbrauch. Ich bitte, dies beim Kaltgetränkeverbrauch zu berücksichtigen.“

Los ging es nun für die Schützen zu ihrem ersten Anlaufpunkt, dem Abholen der Fahnen. Bereit, nun ihren König abzuholen, marschierten sie weiter Richtung Listertalsperre, machten alsbald aber kehrt, hielten an der Listerstraße 38 an, wo der noch amtierende König Jörg Busenius mit seinem Hofstaat wartete.

Zahlreiche Besucher beim Schützenfest in Hunswinkel

Nach einer kurzen Pause setzte sich der Festzug Richtung Ortsausgang in Bewegung. Der neue Kinderkönig Joschua Schmidt und seine Kinderkönigin Angelina Böhler warfen fleißig Süßigkeiten für die am Straßenrand stehenden Mädchen und Jungen, das Prinzenpaar Jannik Homuth und Yasmin Wolf tat es ihnen gleich. König Jörg Busenius und seine Königin Petra sowie Kaiser Frank Gelhausen und seine Kaiserin Verena zeigten sich noch ein letztes Mal ihrem Volk, denn schon bald sollte auf der Vogelroute der neue Schützenkönig ermittelt werden.

69 Minuten brauchte es, bis der neue Regent des Schützenvereins zur Listertalsperre fest stand. Martin Ackerschott traf nach einem hochspannenden Wettkampf mit dem 41. Schuss (Kaliber 16) den Restvogel, der ihn zum König machte.

Mit 33 Schützen hatte der Wettkampf an der Vogelroute begonnen. Schnell waren die Insignien vom Vogel getrennt. Bereits mit dem zehnten Schuss holte Sven Tönjes die Krone, sieben Schuss später trennte Thomas Zelinski das Zepter vom Vogel und mit dem 22. Schuss holte Hendrik Uhlmann den Apfel. Weitere 50 Anläufe brauchte es, bis Björn Kickbusch den rechten Flügel fallen ließ und mit dem 132. Schuss entfernte Michael Schulte den linken Flügel.

Während die Schützen für die Insignien exakt 30 Minuten brauchten, dauerte es nun 39 Minuten, um den Vogel komplett von der Stange zu holen. Maik Homuth, Holger Körby und Martin Ackerschott, wobei Letzterer dann das bessere Ende für sich hatte.

Überglücklich nahm der neue Schützenkönig seine Frau Margit in den Arm und ließ sich in die Halle tragen.

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