125 Jahre Löschzug Valbert: Lob, Dank, Respekt

Valbert - Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr – und das auch beim Festkommers zum 125-jährigen Bestehen des Löschzugs Valbert am Samstag in der Ebbehalle.

Stellvertretend für alle Angehörigen begrüßte Wehrleiter Thomas Decker zunächst seine Mutter Brigitte: „Ohne euren Rückhalt wäre unsere Arbeit gar nicht möglich.“ Auch nach dem Einsatz lasse einen die Wehr nicht los. „Oft ist es schwierig, nach Einsätzen mit Verletzten oder gar Toten wieder in die Normalität zurückzufinden.“ Doch das Gefühl, gebraucht zu werden, gerade in Zeiten, in denen vielleicht der Beruf keine Perspektive mehr biete, mache die Faszination der Feuerwehr aus.

Die Arbeitgeber der Wehrleute sprach Landrat Thomas Gemke direkt an: „Halten Sie bitte weiter zur Feuerwehr, nehmen Sie Rücksicht und stellen Sie Ihre Angestellten ohne Nachteile bei der Arbeit frei, wenn der Melder geht.“ Er überreichte stellvertretend für die Kreisbrandmeister, die am Samstag mit 70 Wehrleuten in den Kreis Borken gefahren waren, um dort überörtliche Hilfe wegen des Hochwassers zu leisten, einen Zinnteller und ein „selbstgedrucktes Flachgeschenk“ an Zugführer Christian Funke und seinen Stellvertreter Christian Kretschmann.

"Gelebte Lieber zu unserer Stadt"

Für die „gelebte Liebe zu unserer Stadt“ dankte Bürgermeister Jan Nesselrath den Valberter Wehrleuten: „Heutzutage werden viele Dinge als selbstverständlich betrachtet. Ihre Arbeit gehört nicht dazu.“ Der persönliche volle Einsatz und die Professionalität seien die Eckpfeiler der erfolgreichen Arbeit.

Der stellvertretende Bezirksbrandmeister Ludger Schlinkmann überreichte dem Löschzug eine Urkunde mit Dank und Anerkennung von Innenminister Ralf Jäger. „Das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr ist eine Gratwanderung zwischen Lust und Last“, sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende der Feuerwehr im Märkischen Kreis, Dirk Kersenbrock. „Geben Sie dies an die Jugend weiter, zum Wohle der Allgemeinheit.“

Löschzug Valbert feiert 125-jähriges Jubiläum

Der Valberter Zugführer Christian Funke ließ seine 59 aktiven Wehrleute antreten. Er sagte: „Feuerwehrdienst ist aktives Helfen rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, an 365 Tagen im Jahr – und das alles ehrenamtlich. Ihr habt eure stetige Bereitschaft für den Dienst am Nächsten oft genug unter Beweis gestellt.“ Dafür dankte er allen Feuerwehrmännern und -frauen und entließ sie zur Party mit der Band „Let the Butterfly“, während er gemeinsam mit seinem Stellvertreter zahlreiche weitere Glückwünsche und Geschenke in Empfang nahm.

Für die Feuerwehr ist es schon seit Jahrhunderten wohl das wichtigste Element: Das Wasser. Am Samstagnachmittag, vor dem Festkommers, hätte zumindest der Löschzug Valbert aber sehr gut darauf verzichten können. Denn pünktlich zum Start des Jubiläumsumzugs setzte der Regen ein.

Feuerwehrautos zum Anschauen

Trotzdem ließen sich die mehr als 400 Teilnehmer in den verschiedensten Gruppen nicht vom Marschweg abhalten. Viele Kameraden aus den anderen Löschzügen der Meinerzhagener Wehr, aus Nachbarstädten, aber auch einige Vereine aus dem Ebbedorf und eine Abordnung des Roten Kreuzes waren dabei.

Sonntagvormittag ging es dann ab 11 Uhr mit einem großen Frühschoppen mit Familienprogramm, mit einer Fahrzeugschau und Vorführungen der Gerätschaften und natürlich auch wie am Vortag mit Speisen und Getränken und musikalischer Unterhaltung weiter. An der Ebbehalle war ein ganzer Fuhrpark mit Feuerwehrautos zu besichtigen – darunter auch echte „Schätzchen“ aus vergangenen Jahrzehnten. Zur Verfügung gestellt wurden sie von ihren Besitzern, die in der Interessengemeinschaft Magirus Deutz Südwestfalen in Freudenberg organisiert sind.

Große Attraktion war aber ein aktuelles Fahrzeug: die Drehleiter, die – mit ausgefahrenem „Korb“ – 30 Meter in die Höhe ragt.

Rund um die Ebbehalle war viel geboten: Die Besucher wurden von der Feuerwehr verpflegt, außerdem gab es Erläuterungen zu Ausrüstungsgegenständen und Fahrzeugen. Der Jugendtreff bot ein Programm für Kinder an und das Team des Kindergartens St. Christophorus bastelte mit den Kindern bunte Buttons.

Rubriklistenbild: © Steller-Lübke

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