KuK positioniert sich klar gegen Abriss der Stadthalle

+
Der Vorstand des KuK-Vereines plädiert dafür, die Stadthalle in ihrer bisherigen Form zu erhalten.

Meinerzhagen - „Der Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen kann als einer der aktiven Nutzer der Meinerzhagener Stadthalle die zum Teil euphorische Zustimmung für den Abriss der ,alten’ Stadthalle nicht nachvollziehen.“ Diese klaren Worte erreichten erreichten jetzt in Form einer Stellungnahme die MZ.

Karl-Heinz Kraus legt für den KuK-Vorstand noch nach: „Die Stadthalle ist keinesfalls in einem so schlechten Zustand, wie es darstellt wird. Nicht nur der Veranstaltungssaal hat Charme, die gesamte Halle ist ein markanter Bau, der ein besonderes Kennzeichen für die Stadt Meinerzhagen darstellt. Wo gibt es in der Umgebung etwas Vergleichbares in einer Stadt dieser Größenordnung?“

„Besonderes Ambiente“ der Stadthalle

Selbst die Saal- und Bühnentechnik entspreche den anspruchsvollen Erfordernissen. Kraus: „Dies erfahren wir gerade wieder bei der Planung der beiden großen Konzertveranstaltungen mit den Goodfellas und Max Mutzke. Ein ganzes Sinfonieorchester findet bei unseren traditionellen Neujahrskonzerten auf der großen Bühne Platz und wir alle profitieren an solchen Abenden von dem besonderen Ambiente unserer Stadthalle. Das Zusammenspiel zwischen Künstlern und Technik gelingt immer hervorragend durch die fachliche Kompetenz des Veranstaltungstechnikermeisters Tobias Kleine. Dieses wird von den Künstlern immer wieder besonders betont.“

Mit der Stimmabgabe werden Cookies gesetzt, die eine Mehrfachabstimmung verhindern sollen. 


KuK befürchtet Mehrkosten

Kraus sieht darüber hinaus keinen Vorteil in einer Regelung, in der Räume für kulturelle und soziale Belange aus der öffentlichen Hand in die Hände privater Investoren übergehen und dann von der Stadt angemietet würden: „Für uns als Nutzer wird das wohl in Zukunft mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein. Das hat auch die Erfahrung in vielen anderen Bereichen gezeigt, in denen öffentliche Aufgaben privatisiert wurden. Es fällt uns schwer zu glauben, dass auf der privaten Ebene von Investoren vergleichbare Räumlichkeiten mit 670 Sitzplätzen und den technischen Dienstleistungen zu den jetzigen Bedingungen angeboten werden können.“

„Sollten Investitionen überflüssig gewesen sein?“

Der KuK-Vorsitzende wendet sich deshalb an die Stadt: „Unseres Erachtens gehört es zu den vornehmlichsten Aufgaben einer Kommune, mit dem kulturellen und sozialen Erbe pfleglich umzugehen. Mit Unterstützung der Otto-Rudolf- Fuchs-Stiftung sind in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Mittel in die Sanierung und technische Aufrüstung geflossen. Sollten diese Investitionen völlig umsonst gewesen sein?“

KuK sieht Fortbestand seiner Arbeit gefährdet

Des Weiteren sei für KuK das Vorgehen nicht nachvollziehbar, zunächst das Stadthallenumfeld mit dem ausdrücklichen Bestand der Stadthalle neu zu planen und die Bürger mit viel Aufwand – Bürgerentscheid – von der Notwendigkeit zu überzeugen. „Nachdem die Bauarbeiten begonnen haben und inzwischen auf vollen Touren laufen, wird plötzlich der komplette Bestand der Stadthalle in Frage gestellt. Der Sanierungsbedarf war sicherlich in der Planungsphase des neuen Umfeldes auch schon bekannt. Der KuK-Verein kann seine erfolgreiche Kulturarbeit mit hochkarätigen Künstlern nur fortsetzen, wenn die Stadthalle in ihrer bisherigen Form erhalten bleibt.“

Lesen Sie auch:

Stadthalle entwickelt sich zu einem heißen Eisen

Einkaufszentrum geplant: Abriss der Stadthalle im Gespräch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare