Polizei hat Technik und Tempo im Visier

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Polizeioberkommissar Marc Meiners misst nach und stellt fest: „Die Profiltiefe reicht nicht.“ 

Meinerzhagen - Wer am Donnerstag mit seinem Fahrzeug auf Meinerzhagener Straßen zu schnell unterwegs war, verhielt sich gleich doppelt leichtsinnig. Einerseits gefährdete er andere Verkehrsteilnehmer – und andererseits ging er das Risiko ein, seinem Geldbeutel zu schaden. Im schlimmsten Fall muss der Übeltäter nun sogar zu Fuß gehen.

Denn: Der Verkehrsdienst der Polizei führte an diesem Tag vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag Kontrollen auf der Landstraße 539 im Bereich des Feuerwehrgerätehauses Willertshagen durch. Und die Motorradgruppe der Polizei Lüdenscheid hatte sich zwischen 9.30 und 12 Uhr mit ihrem Laser-Gerät zusätzlich an der Marienheider Straße aufgestellt. Kurz vor Ende dieser Aktion war die Bilanz der Beamten, die ihre Messungen in der Tempo-50-Zone noch vor dem „offiziellen“ Ortseingang durchführten, ernüchternd: 22 Geschwindigkeitsüberschreitungen, zehn davon im Ordnungswidrigkeiten-Bereich. Der „Spitzenreiter“ wurde mit 94 km/h gemessen. Die Folge: 160 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

Liegt es an der Hitze oder ist es einfach Ignoranz? Diese Frage stellen sich auch die Beamten in diesen Tagen häufiger. Die Tempo-Ausreißer „nach oben“ sind zurzeit nämlich auffallend drastisch: In Kierspe beispielsweise wurden am Mittwoch ein Auto- und ein Motorradfahrer „geblitzt“ – mit 158 beziehungsweise 154 km/h. Erlaubt waren und sind im betreffenden Messebereich bei Hölterhaus 70 km/h.

Um Geschwindigkeits-Verstöße zu ahnden, setzte die Polizei am Donnerstag aber auch auf High-Tech auf zwei Rädern: Oberkommissar Sven Walter war mit seiner BMW im Raum Meinerzhagen unterwegs. Seine Aufgabe: Verkehrssünder während der Fahrt ausmachen, hinterherfahren und die Verstöße mit seiner „Bordkamera“ aufzeichnen. Wahlweise überholt Walter den Übeltäter dann und hält ihn an – oder er wertet die Daten später am Rechner aus. „Aggerkurven, die Landstraße zwischen Meinerzhagen und Valbert und die Strecke auf die Nordhelle“, nennt Walter die Schwerpunkte, an denen immer wieder gerast wird. Und seine Erfahrung zeigt: „Oft erkennt man schon am Auto oder Motorrad, dass es sich lohnt, den Fahrer zu kontrollieren.“

Derweil hatten seine Kollegen am Willertshagener Gerätehaus am Donnerstag gegen 13.30 Uhr einen Motorradfahrer angehalten, dem prompt ein Verstoß nachgewiesen werden konnte: abgefahrene Reifen. Für den Mann am Lenker bedeutete das: Ein Punkt in der Verkehrssünderkartei und 75 Euro Bußgeld.

In den nächsten Tagen werden die Kontrollen fortgesetzt. EineÜbersicht über die geplanten Radarmessstellen im Märkischen Kreis finden Sie hier.

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