„Sammlung in Valbert ist illegal“

Diese Handzettel wurden in Valbert verteilt. - Foto: Helmecke

VALBERT - Per Handzettel sind die Einwohner von Valbert in den vergangenen Tagen aufgefordert worden, sich an einer Schuh- und Kleidersammlung am Freitag zu beteiligen. Nach Mitteilung des Kreises ist die Sammlung illegal.

Von Jochen Helmecke

Versehen mit einem Logo, das aus einem weißen Kreuz auf rotem Untergrund besteht und so wohl eine gedankliche Verbindung zum Deutschen Roten Kreuz herstellen soll, wirbt ein „Sammelbüro“ aus Münster um die Spenden.

Wer sich allerdings bei der angegebenen Telefonnummer über die Organisation informieren möchte, erhält lediglich eine Bandansage über die „überfüllte Mailbox“.

Die Recherche nach der angegebenen Adresse in Münster ist ebenfalls erfolglos. Die genannte Dieselstraße (Nummer 83) ist in Münster gar nicht vorhanden, die Rudolf-Diesel-Straße hat als „höchste Hausnummer“ nur die 65.

Nach Mitteilung des Märkischen Kreises ist die Sammlung illegal. Um das mittlerweile weit verbreitete Unwesen mit derartigen Sammlungen eindämmen zu können, hatte der Märkische Kreis Mitte Dezember 2013 eine Vereinbarung mit verschiedensten gemeinnützigen Kooperationspartnern abgeschlossen. Hierdurch sollen die Bürgerinnen und Bürger die Sicherheit erhalten, dass ihre Altkleider in geordnete Verwertungswege gelangen und tatsächlich gemeinnützigen Zwecken dienen.

Zu den Kooperationspartnern gehören bisher die Aktion Friedensdorf, der Aktionskreis Pater Beda, die Arbeiterwohlfahrt, die Brockensammlung Bethel, die Caritas, das DRK, die Johanniter, das Kolping Werk und die Malteser. Derzeit werden im Kreisgebiet 387 Container an 286 Standorten von diesen Organisationen betreut und für Sammlungszwecke genutzt. Nach und nach wurden beziehungsweise werden die Container mit einem blau-weißen Aufkleber versehen, welcher den Spendern die Rechtmäßigkeit der Sammlung signalisiert.

Über diese Vorgehensweise und die Modalitäten hatten sich die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis in zwei Bürgermeisterkonferenzen im Jahr 2012 geeinigt. Hauptziel dabei: Die Verhinderung gewerblicher Sammlungen und eine möglichst einheitliche Bewertung bei der Bereitstellung öffentlicher Flächen für die Sammelbehälter. - jjh

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