Neue Chancen für den Wochenmarkt

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Markus Spanell (links) und Rolf Puschkarsky schmiedeten in Sachen „Wochenmarkt“ Zukunftspläne.

Meinerzhagen - Der Wochenmarkt soll „aufgepeppt“ werden – parallel zum Stadthallen-Umfeld. Doch dazu sind keine gewaltigen Bauarbeiten nötig, stattdessen sind Ideen gefragt.

Um das Projekt in Gang zu bringen, trafen sich am Freitag der Sprecher der Markthändler Markus Spanell und SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Puschkarsky am Würstchenstand.

„Rosige Zeiten“ erleben die Markthändler in Meinerzhagen augenblicklich nicht. Durch die Großbaustelle, die auch knappen Parkraum zur Folge hat, beklagen sie laut Spanell teilweise 50-prozentige Umsatzrückgänge. Doch das soll nur eine vorübergehende Episode bleiben. Denn: Wenn das Stadthallen-Umfeld umgebaut ist, zieht der Markt in den Bereich vor dem Haupteingang der Stadthalle. Er wird sich dann auch auf der Fläche erstrecken, auf der jetzt noch der Verkehr rollt. Die Straße „An der Stadthalle“ wird bekanntlich zum „Volmemarkt“ und autofrei.

Rolf Puschkarsky und die SPD haben – gemeinsam mit Markus Spanell – bereits einige Vorschläge: So denken sie daran, vielleicht einmal im Monat den Wochenmarkt mit Live-Musik und besonderen Ständen bis in die späten Abendstunden zu öffnen. Sitzgelegenheiten für die Besucher inklusive. „Ein gutes Beispiel ist der Wochenmarkt in Holzwickede. Der findet seit kurzer Zeit mit Musik, Weinverkostung und interessanten Food-Artikeln von 16 bis 22 Uhr statt“, erläutert Spanell.

Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Außerdem möchte ich die Planer von einer Überdachung des Marktplatzes überzeugen, die man flexibel an die jeweilige Veranstaltung anpassen kann.“ Wie das gehen könnte, hat der Wurststand-Besitzer aus Herscheid schon überlegt: Viele Schirme oder große „Segel“ sind seiner Meinung nach dafür geeignet.

Rolf Puschkarsky schränkte ein, dass man die finanzielle Machbarkeit natürlich überprüfen müsse. Grundsätzlich steht er den Planungen aber positiv gegenüber. Darüber wiederum freut sich Spanell: „Schön zu sehen, dass die Politik hier mitzieht und uns ernst nimmt. Ich werde mich darum kümmern, dass es zusätzliche Angebote gibt und wir möglichst alte Strukturen aufbrechen.“ Grundsätzlich hält er die Mühe in Meinerzhagen für absolut gerechtfertigt. „Denn das hier ist ein guter Markt mit netten Menschen und guten Angeboten.“

Am 5. September, so Spanell, soll nun ein abschließendes Planungsgespräch im Rathaus mit allen Nutzern des Marktplatzes stattfinden. Der heimische Händler ist dann dabei. Es soll natürlich auch um das Thema Attraktivitätssteigerung gehen.

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