„Quartier der Generationen“

18-Millionen-Projekt: „Umbau Hauptschule“

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Dieses Luftbild zeigt eindrucksvoll, welche Dimensionen der Hauptschul-Komplex hat. Die Investorengemeinschaft will 18 Millionen Euro in den Umbau stecken.

Meinerzhagen - In gut einem Monat beginnen die Sommerferien. Für die Schüler heißt das unterrichts- und stressfreie Freizeit – die Bauherren des Hauptschul-Projektes werden zu diesem Zeitpunkt jedoch erst „loslegen“. Sie haben ab 11. Juli eines der aktuell größten Wohnungsbauprojekte in Meinerzhagen „vor der Brust“.

Wie berichtet, läuft die Städtische Hauptschule an der Genkeler Straße mit Ende dieses Schuljahres aus. In 15 Monaten Bauzeit werden in dem dann leerstehenden Komplex anschließend 34 öffentlich geförderte und 17 frei finanzierte Wohnungen sowie 24 Wohnungen in drei Wohngruppen für Demenzkranke gebaut. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant. Der Projektname lautet „Quartier der Generationen“.

40 Pflegekräfte zur Betreuung Demenzkranker

Eine Investorengemeinschaft wird das 18-Millionen-Projekt in Angriff nehmen. Mit „im Boot“ ist auch der Ambulante Pflegedienst Gelsenkirchen (APD), der für die Begleitung der neuen Wohngemeinschaften im Hauptschul-Komplex eine Tochtergesellschaft gründen will. Claudius Hasenau ist APD-Geschäftsführer und einer der Bauherren. Er kündigt im Vorfeld der Umbauarbeiten an: „Wir schaffen ein Angebot, das möglichst vielen Menschen offensteht, nicht nur höheren Einkommensschichten.“ Bis zu 40 sozialversicherungspflichtige Arbeitskräfte sollen für die Betreuung Demenzkranker entstehen, kündigt Hasenau an.

Interesse sei groß

Das Interesse der Meinerzhagener sei bereits groß, hat Hasenau festgestellt. „Erste Anfragen für WG-Plätze und Anmietung trafen lange vor Baubeginn bei den Projektverantwortlichen ein. Ansprechpartner für die Betreuung in den Demenz-Gruppen ist die APD - Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen. Interessenten für die Wohnungen können sich an die Maximal Hausverwaltung Dortmund wenden.“

Projket liege voll im Plan

Was jetzt noch fehlt, sind laut Bauherren die Prüfstatik und das Schallschutzgutachten. „Sobald wir eine Teilbaugenehmigung haben, kann es losgehen. Dank der vertrauensvollen und außergewöhnlich guten Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Märkischen Kreis liegt das Projekt voll im Plan“, freut sich der Gelsenkirchener Dachdeckermeister Rolf Lutz. Er ist auch Sprecher der Investorengemeinschaft. Lutz plant: „Am 11. Juli soll das Aufstellen des Bauschildes den Beginn des Vorhabens markieren.“ Planung und Bauleitung werden dann in den Händen des Dortmunder Büros „ibc ingenieure“ liegen.

Barrierefreie Sozialwohnungen

„Die Sozialwohnungen sind zwischen 55 und 100 Quadratmeter groß und barrierefrei. Der energetische Standard unterschreitet die Vorgaben der Energie-Einsparverordnung um knapp ein Drittel. Der Mietpreis wird dank der öffentlichen Förderung bei 4,65 Euro pro Quadratmeter liegen. Voraussetzung für den Einzug in die Sozialwohnungen ist deshalb ein Wohnberechtigungsschein“, informieren die Bauherren in einer Pressemitteilung.

Projektleiter ist Architekt Frank Markiewicz aus Dortmund. Die größte Herausforderung sieht er darin, „das Schulgebäude modernen Wohnwünschen anzupassen“. Nach Besichtigung der Hauptschule geriet er schon einmal ins Schwärmen: „Die Wohnungen werden traumhaft – mit drei Meter hohen Decken, barrierefrei beziehungsweise barrierearm, komfortabel und konkurrenzlos günstig.“

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