PS-Boliden am Flugplatz

Germanys Supercars Rallye in Meinerzhagen zu Gast

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Aufmerksamkeit erregte der 90 Jahre alte Essex-Rennsportwagen von Ingo Wirths, der einen (neuen) 8-Zylinder-Chevrolet-Motor unter der Haube hatte. Rostig bis ins Mark, nahm es der Oldtimer aus dem Hause Hudson ohne Probleme mit heutigen schnellen Flitzern auf.

Meinerzhagen - Auf dem Weg vom Messezentrum Bad Salzuflen nach Adenau am Nürburgring machte Europas größte Supersportwagen-Rallye am Samstag am Meinerzhagener Flughafen Halt.

Tausende von PS rollten auf das Flugplatzgelände. Von Motorsportfans mit glänzenden Augen und gezückter Kamera erwartet, verbreiteten rund 500 Fahrzeuge der Marken Bugatti, Porsche, Lamborghini, Ferrari, Mercedes, McLaren, Maserati und wie sie alle hießen prickelndes Cannonball-Flair.

Schon entlang der Straße säumten Schaulustige den Weg. Mit 45-minütiger Verspätung – durch einen unfallbedingten Stau auf der Strecke – trudelte der Konvoi zum Viertelmeilen-Rennen auf dem Flugplatz ein. Die Wartezeit bis zum Eintreffen der „Germanys Supercars Rallye“ nutzte Marc-Oliver Saxenhammer von Mo’s Garage aus Wipperfürth als Organisator vor Ort, um Fahrern ein Just for Fun-Rennen auf der Startbahn anzubieten.

Atemberaubende Rennen bei Germanys Supercars Rallye

Ein 90 Jahre alter Essex-Rennsportwagen

Aufmerksamkeit erregte dabei vor allem der 90 Jahre alte Essex-Rennsportwagen von Ingo Wirths, der einen (neuen) 8-Zylinder-Chevrolet-Motor unter der Haube hatte und abging wie eine Rakete. Rostig bis ins Mark, nahm es der Oldtimer aus dem Hause Hudson ohne Probleme mit heutigen schnellen Flitzern auf. „Der hat in Kalifornien in der Wüste gelegen. Der Lack ist abgeschliffen“, erklärte der Bastler, der der Sicherheit wegen mit Helm fuhr, den rostigen Look. „Das ist schon ein irres Ding, was der sich da zusammengebastelt hat“, war als Kommentar hinter der Absperrung, von wo aus die Zuschauer die Rennen verfolgten, zu hören.

Glamour und Racing Girls

Mit den Supercars kamen Glanz und Glamour, Fernsehteams und Racing Girls aufs Flughafengelände. Auch die Zahl der Besucher stieg sprunghaft an. „Wir haben gerade die 1000er-Marke geknackt“, vermeldete das Orga-Team gegen Mittag. Policecars der Highway Patrol ließen die Sirenen heulen. Als Scheichs oder mit blauer Hippie-Perücke „getarnte“ Fahrer in den schnellsten auf der Straße zugelassenen Wagen der Welt unterstrichen, dass die Rallye nicht nur für Motorsport-Aktion, sondern auch für Spaß und Abenteuer steht. 

Die O-Töne, die Moderator Joachim Stahl aus München den Fahrern entlockte, sprachen für sich. „Scheich“ Jens nannte die Rallye: „Ein(en) Traum“. Ein Porsche Cayman-Fahrer meinte: „Ganz entspannt. Die Landschaft ist geil, das Wetter passt.“ Alle waren gut drauf, winkten, ließen sich bereitwillig ablichten und ihre Fahrzeuge bestaunen. „Die Fahrer sind gut drauf. Es macht Riesenspaß“, betonte Joachim Stahl. 

Ein DeLorean war erstes Supercar in Meinerzhagen

Ein DeLorean, heutzutage mit seinen Flügeltüren nur noch höchst selten zu sehen, war das erste Supercar, das in Meinerzhagen eintraf. An die kurze Geschichte des Fahrzeugs und dessen Renaissance im Kinohit „Zurück in die Zukunft“ erinnerte Stahl in seiner launigen Moderation. Sprüche wie: „Ein Gasstoß sagt mehr als 1000 Worte“, erheiterten. 

Unzählige PS-Raritäten

Unzählige weitere PS-Raritäten – darunter ein Radical-Sportscar oder ein Lamborghini Aventador – konnten Autoliebhaber bestaunen. „Es sind Autos dabei, die es nur zehn bis zwölf Mal auf der Welt gibt“, meinten die Organisatoren. Sogar Kraftprotze wie ein Mercedes G 63 mit Bullentrophäe obenauf traten zum Flugplatz-Rennen in Meinerzhagen, von wo aus die Fahrzeugkolonne zügig Richtung Alarm für Cobra 11-Filmautobahn durchstartete, an. Zehn-Sekundenzeiten zeigte die Anzeigentafel bei den Schnellsten der Schnellen an.

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