Vor zehn Jahren eröffnete die Galerie Langenohl

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Herbert Langenohl informierte anhand einiger besonderer Bilder über seine Inspirationen.

Meinerzhagen - „Es war eine gelungen Symbiose und eine gute Herausforderung und ein enges Zusammenleben, das sich sehr befruchtete“, sagte Herbert Langenohl zur Begrüßung der zahlreichen Gäste anlässlich des zehnjährigen Bestehens seiner Galerie im Weltladen (Zur alten Post).

Die Galerie könne sehr unterschiedlich genutzt werden. So sei sehr viel geschehen in den vergangenen zehn Jahren. Es hätten unzählige Kunstausstellungen, Vorträge, Filmveranstaltungen, Konzerte, VHS-Kurse und vieles mehr dort stattgefunden, führte Langenohl weiter aus. Dabei erinnerte er, dass alleine 35 Versammlungen im Kampf um die Stolperstein-Aktion stattfanden.

Die erste Ausstellung bestritt Herbert Langenohl mit seinen eigenen Bildern, die damals so viele gewesen seien, dass sie nicht mehr auf dem häuslichen Kleiderschrank gestapelt werden konnten. „Zuerst einmal brauchte ich Platz für meine eigenen Bilder. Und so waren auch an diesem Jubiläumstag eine große Anzahl seiner weißen Quadratbilder mit farbigen Quadraten in einer beeindruckenden Auswahl zu sehen.

In seiner Ansprache brachte Langenohl den Anwesenden in einer ausführlichen Betrachtung seine künstlerischen Intentionen näher – ein kunsthistorischer Exkurs, mit dem Herbert Langenohl die Besucher einführte in die Bedeutung der Farbe Weiß in der Fläche. Dazu führte er Betrachtungen des englischen Philosophen Clive Bell an, der sagte, „dass der Ausgangspunkt aller ästhetischen Systeme das persönliche Erlebnis eines besonderen Gefühls sein müsse. Um dieses ästhetische Gefühl hervorzurufen, müssen alle Kunstwerke eine gemeinsame Eigenschaft haben, durch die sie sich von allen anderen Dingen unterscheiden.“

Seit Jahrzehnten befasse sich Langenohl mit Meditation und Kontemplation, die auf Transzendenz ausgerichtet seien. „Auf diese Transzendenz ist auch meine Kunst bezogen.“ Ausführlich ging Langenohl auf die Bedeutung der Farbe Weiß und seine Bedeutung in der Kunstgeschichte ein.

Nach dem italienischen Philosophen Benedetto Croce seien Kunstwerke „musikalische Klänge der Seele“. Und so habe sich auch Herbert Langenohl nach eigenem Bekunden von seinen Intuitionen leiten lassen – In seinen Interpretationen verschiedener Bilder, ging er ausführlich darauf ein. So bekamen die Besucher einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Bilder und konnten nach ihren eigenen Empfindungen Deutungen vornehmen.

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