Awo-Angebot für geflüchtete Frauen

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Zahlreiche Frauen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, folgten mit ihren Kindern der Einladung.

Meinerzhagen - Für Jungen und Mädchen im Kindergartenalter und ihre Mütter, die als Flüchtlinge in Meinerzhagen leben, bietet die Arbeiterwohlfahrt (Awo) feste Mutter-Kind-Gruppen an. Die Awo informierte darüber am Mittwoch.

Die sogenannten Brückenprojekte werden vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Hintergrund ist, dass für die Flüchtlingskinder, die jünger als sechs Jahre sind, nicht genügend reguläre Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.

In Meinerzhagen gibt es zwei Gruppen und eine in Valbert, alle drei treffen sich dreimal pro Woche. „Kinder und Eltern können erste Integrationsschritte machen und schon etwas Deutsch lernen“, erklärt Susanne Berndt von der Awo. Bei der Vorbereitung der Brückenprojekte haben ehrenamtliche Helfer des Awo-Ortsvereins Meinerzhagen und hauptamtliche Kräfte des Unterbezirks Hagen-Märkischer Kreis zusammengearbeitet.

Geleitet werden die Gruppen ausschließlich von pädagogischen Fachkräften, die hauptamtlich für die Arbeiterwohlfahrt tätig sind. In Meinerzhagen finden die Treffen im Haus der Freien evangelischen Gemeinde statt, in Valbert treffen sich die Teilnehmer in den Räumen des Offenen Ganztags.

Neben Susanne Berndt, die den überwiegend Arabisch sprechenden Müttern mit Hilfe einer Dolmetscherin die wichtigsten Fakten zu den Gruppen nahebrachte, war auch die Pädagogin Nadine Ley vor Ort. Weil viele der Mütter auch ihre Kinder mitgebracht hatten, nutzte Ley die Gelegenheit, um ihnen einige Spiele zu zeigen und Kinderlieder anzustimmen –beides kam sehr gut an.

Necile Varli informierte über Sprachkurse für Flüchtlinge: Bei ausreichendem Interesse könnten diese zur gleichen Zeit und am gleichen Ort stattfinden wie die Mutter-Kind-Gruppen im Rahmen der Brückenprojekte, so dass die Mütter weiterhin in der Nähe ihrer Kinder sein könnten.

Susanne Berndt beantwortete auch Fragen der Mütter und machte darauf aufmerksam, dass eine regelmäßige Teilnahme nötig und auch wichtig ist.

Zum Ausklang des Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen, vorbereitet von ehrenamtlichen Helferinnen. Einmal monatlich bietet die Awo Flüchtlingen die Möglichkeit solcher Treffen, die jeweils ein anderes Thema haben.

Wer Kontakt zu Flüchtlingen hat, die noch nicht auf die Brückenprojekte aufmerksam geworden sind, kann sich bei der Awo melden unter der Rufnummer 02354/2737.

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