Bekenntnis zu Meinerzhagen

Otto Fuchs investiert so viel wie noch nie in den Standort Meinerzhagen

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Die neue Produktionshalle, an der noch gearbeitet wird, hat beeindruckende Ausmaße.

Meinerzhagen - Deutlicher kann ein Bekenntnis zur Heimatstadt kaum ausfallen: Das Unternehmen Otto Fuchs investiert gleich mehrfach in seinen Standort Meinerzhagen. Aktuell hat die neue Produktionshalle an der Straße Im Tempel Gestalt angenommen. Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Firmenangaben auf rund 48 Millionen Euro.

„Die Firma Fuchs hat noch nie mit einem einzelnen Investitionsvorhaben so viel in diesen Standort investiert wie mit diesem Projekt“, sagt Projektleiter Matthias Kleppe beim Gang über die Baustelle. 

Neue Fertigungshalle

Dort entsteht derzeit auf circa 7500 Quadratmetern die neue Fertigungshalle für zwei Pressenlinien. Die eine verfügt über „nur“ 800 Tonnen Presskraft und soll jährlich bis zu 15 Millionen Verdichterrad-Rohlinge für die Automobilindustrie produzieren. „Das ist dem sogenannten Downsizing der Hersteller geschuldet“, erklärt Holger Müller, Pressesprecher von Otto Fuchs. 

Zwei Pressenlinien für die Automibilindustrie

Der Hubraum wird kleiner, der Bedarf an Turboaggregaten insbesondere auch für Benzinmotoren wächst. Diesem Trend will das Meinerzhagener Unternehmen mit der neuen mechanischen Kurbelpresse Rechnung tragen: Durch sie soll eine Verfünffachung der Stückzahlen gelingen. 

Und auch die andere große Presse, die in der neuen Halle zu finden sein wird, stammt von der Firma Schuler und dient der Automobilindustrie: Mit 3150 Tonnen Presskraft soll dort Mitte des kommenden Jahres die Querlenker-Produktion aufgenommen und am Standort Meinerzhagen weiter ausgebaut werden. Ergänzt wird der Maschinenpark in der neuen Fertigungshalle von einer 45 Meter langen Warmbehandlungsanlage.

Zusätzliche Mitarbeiter benötigt

Dass bei solchen Projekten entsprechend detailliert und aufwendig geplant werden muss, versteht sich von selbst. Gemeinsam mit Bauleiter Tristan Bock sorgt Matthias Kleppe seit Februar für die planmäßige Ausführung am Gebäude sowie innerhalb der Halle, in der nach der letzten Ausbaustufe 85 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb tätig sein sollen. Eine gute Nachricht auch für den Arbeitsmarkt: „Wir werden zwar zunächst mit der eigenen Mannschaft in die neue Halle umziehen“, erklärt Holger Müller, „aber letztlich werden auch neue Mitarbeiter kommen, denn die neuen Aufgaben werden wir nicht nur mit der bestehenden Mannschaft erledigen können.“

Maschinen-Lieferung ab November

Doch bis es so weit ist, musste viel berücksichtigt werden. Statt mit felsigem Untergrund hatten es Kleppe und Bock mit äußerst lehmigem Erdreich zu tun, das mit Kalk und sogenannten Rüttelstopfsäulen – wie fast zeitgleich an der Stadthalle – standfest gemacht wurde. Mittlerweile sind die Fundamente und Bodenplatten längst fertig. Und auch für die Pressen ist alles vorbereitet: Die für einen sicheren Stand notwendigen Aussparungen und Halterungen warten nur noch auf die Anlieferung der Maschinen, die ab November 2016 erfolgen soll.

Schallschutz genießt hohen Stellenwert

Sorgen von Anwohnern, die eine höhere Lärmbelastung befürchten, begegnet das Planungsteam mit dem Hinweis auf strenge Richtlinien, die es bei Bau und Anlagentechnik einzuhalten gilt. Und die sogar noch übertroffen würden. „Auf den Schallschutz haben wir großen Wert gelegt“, betont Tristan Bock, der auf eine besonders schallschluckende Außenhaut sowie eine spezielle Deckenkonstruktion hinweist, die nicht nur den Nachbarn unnötigen Lärm ersparen soll, sondern auch den Arbeitern in der Halle. Damit außerdem die Schläge der Pressen nicht in die umliegende Halle übertragen werden, stehen die Maschinen in eigenen „Keller-Schalen“, die mit dem eigentlichen Hallenfundament nicht verbunden sind.

Für Energieeffizienz sorge das Unternehmen natürlich auch zum Eigennutz: „Eine Leitsteuerung passt sich automatisch der Produktionsleistung an“, erklärt Matthias Kleppe. Damit befinde man sich auch in Sachen Ressourcenschonung auf dem aktuellen Stand der Technik.

Weitere Rekordinvestition geplant

Ein Großprojekt, das zwar einen neuen Meilenstein in der Geschichte von Otto Fuchs in Meinerzhagen darstellt, schon bald aber von einer neuen Rekordinvestition abgelöst werden soll:Bekanntlich plant das Unternehmen auch im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald eine Millioneninvestition – die das jetzige Projekt noch übertreffe, wie es heißt.

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