„Kompass“ hilft Familien

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Leiter Heinz Brüggemann und Kompass-Mitarbeiterin Susanne Schluckwirth freuten sich über Gastgeschenke.

Meinerzhagen - Wenn es in der Familie nicht mehr stimmt, das Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern täglich für alle Beteiligten zur Tortur wird – dann geht es oft nicht ohne Hilfe von Außen.

Heftige Konflikte, ratlose Eltern, Schulden, Verwahrlosung – häufig ist die Situation schier ausweglos. Und dann kommt „Kompass“ ins „Spiel“: Die Einrichtung ist im Untergschoss des Hauses am Löher Weg 31a untergebracht und die Mitarbeiter sind spezialisiert auf ambulante Erziehungshilfen.

„Kompass“ – früher auch bekannt unter dem Namen „Aufwind“ – ist eine Einrichtung des Katholischen Jugend- und Familiendienstes unter dem Dach der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO), die bereits „Filialen“ in Attendorn, Drolshagen und Olpe unterhält. Staatlich anerkannte Erzieher und Diplom-Sozialpädagogen stehen den Familien mit Rat und Tat zur Seite.

Vier bis fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind regelmäßig im Bereich Meinerzhagen, Valbert und Kierspe unterwegs. „Wir hätten jetzt aber auch die Möglichkeit, die Volmeschiene mit Halver und Schalksmühle von unserem Standort Meinerzhagen abzudecken“, erläuterte Heinz Brüggemann am Freitag. Er ist in Meinerzhagen Leiter der Einrichtung. Die etwa 100 Quadratmeter großen Räumlichkeiten am Löher Weg mit großem Eingangsbereich, Gruppenräumen, Küche und Toiletten dienen als Hauptquartier. „Wir sind allerdings auch sehr viel vor Ort in den Familien unterwegs“, erläuterte Brüggemann bei einer kleinen „Einweihungsparty“.

Selbst mit seinen Problemen bei „Kompass“ vorstellig zu werden, das ist allerdings nicht üblich. Der Weg zur Hilfe führt in diesem Fall über das Kreisjugendamt. „Dort können Ratsuchende um Unterstützung bitten. Das Jugendamt stellt dann den Bedarf fest und überweist die Menschen dann an uns“, erklärte Brüggemann. In solchen Fällen sei die Hilfe übrigens kostenlos, informiert er.

Bei der kleinen Feier waren am Freitag auch Kollegen anderer Einrichtungen und Markus Feldmann anwesend. Der Geschäftsführer der GFO freut sich über die neuen Räume am Löher Weg und er wünschte viel Erfolg für die künftige Arbeit: „Hier ist alles so freundlich und offen – genauso wie unser Team vor Ort.“

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