Stadthalle: „Mangelnde Transparenz“

Interessiert folgten die Bürger den Ausführungen des UWG-Fraktionsvorsitzenden Raimo Benger. -  Foto: Schlicht

Meinerzhagen - Die Meinung der fast 50 Bürger, die der Einladung der UWG zur öffentlichen Fraktionssitzung zum Thema „Stadthalle“ am Montag ins Haus Hahnenbecke gefolgt waren, war einhellig: Die Stadthalle soll erhalten bleiben.

Ob und wie, das wurde äußerst intensiv und emotional diskutiert.

Fraktionsvorsitzender Raimo Benger setzte die Besucher in einer „Sachverhaltsklärung“ ins Bild. So sei bereits Mitte Mai bekannt gewesen, dass die Überlegungen der Verwaltung in Richtung Einkaufszentrum auf dem Stadthallenareal gegangen sei. Es sei geprüft worden, was möglich sei und was nicht. „Es wurde seitens der Verwaltung ein Komplex über nahezu den gesamten Bereich der Stadthalle angestrebt und bereits ein Architektenentwurf aus Holz und Pappe und ein handschriftlicher Grundriss vorgestellt. Der Entwurf beinhaltete zwei Untergeschosse mit je 150 Parkplätzen, zwei Geschosse mit unterschiedlich großen Ladenlokalen sowie einen großen teilbaren Veranstaltungsraum für mindestens 400 Besucher. Unter diesem Bereich soll auch ein Gastronomiebetrieb angesiedelt werden. Der Komplex soll von einem Investor erstellt und betrieben werden.“ Der Veranstaltungsraum würde an die Stadt vermietet, hieß es.

„Fest steht, dass entsprechende Gedanken mindestens schon drei Jahre vorhanden sind“, sagte Raimo Benger. Ausführlich legte er die juristischen Möglichkeiten dar, die gegeben seien, um dieses Projekt zu verhindern. Dabei seien jedoch noch viele Fragen offen, auf die die Verwaltung noch nicht geantwortet habe. „Das geht so gar nicht“, sagte Benger. Die Informationspolitik sei katastrophal und habe mit Transparenz nichts zu tun.

Zur Meinungsbildung wurden dann ausgiebig alle möglichen Szenarien diskutiert. Dabei war die einhellige Meinung, es solle alles dafür getan werden, um die Stadthalle zu erhalten. Das unterstrich auch Peter-Christian Schröder von der Freien Wählergemeinschaft Kierspe. Er betonte, dass man großes Interesse daran habe, die Stadthalle für kulturelle Veranstaltungen zu erhalten. Das gehe am besten über ein Bürgerbegehren, sagte Benger. Ein solches Verfahren würde auch die UWG unterstützten. Sollte das nicht zustande kommen, würde die UWG auch einem Ratsbürgerentscheid zustimmen, um so bei dem Erhalt der Stadthalle Einfluss zu nehmen, hieß es.

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