Auch in St. Cyr: Dem Terror nicht nachgeben

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Das Attentat von Saint-Etienne-du-Rouvray zeigt, dass auch die Bevölkerung auf dem Land mit der Angst vor Terrorismus leben muss.

Meinerzhagen - Paris, Nizza, Saint-Etienne-du-Rouvray – Frankreich musste in jüngster Vergangenheit schreckliche Terroranschlägen verkraften.

Das Attentat auf einen Priester in der nordfranzösischen Provinz zeigte eines ganz deutlich: Auch „auf dem Land“ gibt es offensichtlich keine hundertprozentige Sicherheit mehr.

Saint-Cyr-sur-Loire ist keine Großstadt. Wie ist die Sicherheitslage in der Partnerstadt von Meinerzhagen? Haben die Menschen auch dort Angst vor dem Terror?

François Lemoine ist Stadtdirektor in Saint-Cyr-sur-Loire. Er hat beobachtet, dass die Bürger in seiner Stadt nicht so ängstlich sind wie die Menschen in Großstädten. „Dennoch gibt es auch hier eine große Besorgnis, dass etwas passieren könnte.“

Auch in St. Cyr sind zurzeit Sommerferien, es geht ruhiger zu als üblich. Großveranstaltungen stehen momentan nicht an. Und deshalb hoffen die Bürger der Meinerzhagener Partnerstadt, dass alles seinen normalen Gang geht. Doch mit Schulbeginn stellen sich auch neue Sorgen ein: Alle Menschen sind aus dem Urlaub zurück und das Leben pulsiert wieder in der 17 000-Einwohner-Stadt. Was dann? François Lemoine hofft, dass die Bürger wachsam und vorsichtig sind. „Aber wir müssen zeigen, dass das Lebenweitergeht und wir dürfen nicht der Angst vor dem Terrorismus nachgeben.“

In St. Cyr gibt es natürlich Polizisten. Die können, so François Lemoine, im Terror-Fall vom Militär unterstützt werden. In der nahegelegenen Großstadt Tours – ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen – zeigt die Armee Präsenz. Die Soldaten könnten auch in St. Cyr eingesetzt werden, wenn das nötig wäre.

Eine kleine Beruhigung für die Menschen in Meinerzhagens Partnerstadt – die dennoch natürlich hoffen, dass alles weiter ruhig bleibt.

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