Gedenkfeier zum Tag der Deutschen Einheit

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Nach der Rede von Udo Kritschker (links) stimmten alle Teilnehmer der kleinen Feierstunde, darunter auch CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Stracke, gemeinsam die deutsche Nationalhymne an.

Meinerzhagen - Den Tag der Deutschen Einheit nutzte am Montag auch die Meinerzhagener CDU, um an die geschichtlichen Ereignisse rund um die Wiedervereinigung zu erinnern.

Ratsherr Udo Kritschker war es diesmal vorbehalten, eine Rede am Gedenkstein an der Valberter Ebbehalle zu halten.

Kritschker blickte in diesem Zusammenhang auf die Grenzöffnung am 9. November 1989 zurück: „An diesem Tag war auch ich zu Tränen gerührt.“ Und er schlug einen Bogen von den damaligen Ereignissen zur heutigen Politik: „Dass wir heute hier stehen dürfen, das haben wir zunächst einmal den friedlichen Protestaktionen vieler Bürger in der ehemaligen DDR zu verdanken. Sie bewiesen Mut, als sie die Freiheit forderten und dafür schlimme Repressalien in Kauf nahmen. Dieser Freiheitsdrang führte letztendlich zum Untergang des SED-Regimes, dessen indirekte Nachfolgepartei ,Die Linke’ von großen Teilen der SPD auch heute wieder umworben wird.“

Dass der damalige Kanzler Helmut Kohl zudem großen Anteil an der Wiedervereinigung hatte, bilanzierte Kritschker ebenfalls: „Völlig zu Recht darf und muss er als Kanzler der Einheit bezeichnet werden.“ Mit der SPD ging Kritschker hingegen hart ins Gericht: „Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass sich Teile der SPD mit dem Unrecht der untergegangenen DDR manchmal noch immer schwer tun.“ Udo Kritschker machte das auch daran fest, dass die SPD gegen die Novellierung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes gewesen sei, das ein Beschäftigungsverbot für ehemalige Stasi-Mitarbeiter in der Behörde regele.

Kritschker schloss mit den Sätzen: „Vorbehalte zur vollzogenen Einheit gab es auch bei Politikern der alten Bundesrepublik. An dieser Stelle möchte ich den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten erwähnen, der zur Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 antrat – und verlor.“ Deshalb sei Helmut Kohl Kanzler der Einheit.

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